Die beiden Bahnübergänge in Eckartshausen und in Gaugshausen werden von Sonntag, 17. November, ab 18 Uhr, bis Montag, 18. November, 10 Uhr, zeitgleich gesperrt. Das hat für die Bürger in Gaugshausen, in Lorenzenzimmern und in der Eckartshäuser Burgbergsiedlung zur Folge, dass sie entweder über ausgeschilderte Feldwege einen Umweg fahren müssen oder weiträumig eine Umleitungsstrecke über Vellberg-Großaltdorf in Kauf nehmen müssen. Dagegen protestieren Bürger.

Das Landratsamt teilt auf Anfrage mit, dass beide Bahnübergänge zeitgleich gesperrt sein müssten, „da nach Rücksprache mit der ausführenden Firma die für die Arbeiten erforderliche Stopfmaschine nur in diesem Zeitraum zur Verfügung steht.“ Der Zeitraum der Sperrung werde so kurz wie möglich gehalten. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Die Problematik der Zufahrt zur Burgbergsiedlung besteht grundsätzlich bei jeder Sperrung des Bahnübergangs Eckartshausen, da die Siedlung ausschließlich über diesen Bahnübergang erschlossen ist. Die Anwohner wurden rechtzeitig von der Gemeinde Ilshofen und der ausführenden Firma über die Sperrung informiert. Die Zufahrt von Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen ist gewährleistet.“

Bürgermeister Martin Blessing wurde über die erneute Sperrung Anfang Oktober informiert – bereits im August waren beide Bahnübergänge zeitgleich zu. „Damals hatten die Bauarbeiten und die Sperrungen dann einen Tag länger gedauert als angekündigt“, erinnert sich Blessing. „Ich hätte mir gewünscht, dass es dieses Mal besser läuft.“ Wie er weiß, wäre eine Durchfahrt für die Anwohner möglich gewesen, wenn die Baufirma einen Posten dafür abgestellt hätte, der den Verkehr regelt. Sollten Rettungsfahrzeuge queren müssen, werde die Baufirma den Übergang ermöglichen. Bürgermeister Blessing sagt: „Wir hatten mehrfach gefordert, dass nur ein Bahnübergang gesperrt wird“. Er hofft, dass nun wenigstens diesmal die angekündigte Bauzeit eingehalten wird.

Einen Tipp hat Blessing für die Anwohner der Burgbergsiedlung. Es sei möglich, das Fahrzeug auf dem Park&Ride-Parkplatz abzustellen und zu Fuß oder mit dem Rad zur Wohnung zu gehen oder zu radeln.