Abseits von Bubenorbis liegt der Übungsplatz des Hundesportvereins Mainhardter Wald. Das Grundstück nahe dem Egelsee ist weitläufig und durch eine üppige Bepflanzung kaum einsehbar. Zum Gelände gehören ein großer Parkplatz und das öffentlich zugängliche Vereinsheim. Eine große Außenterrasse ist vorgelagert. Bierzeltgarnituren sind dort aufgebaut, sodass Besucher bei Trainingsbetrieb die aktiven Hundesportler beobachten können. Auch treffen sich die Akteure im Anschluss an ihre Trainingsstunde zum Austausch bei Wasser oder Schorle.

Seit drei Jahren ungewünschte Gäste auf dem Übungsplatz

Zu weiten Teilen ist das Grundstück eingezäunt. Und dennoch: „Seit fast drei Jahren haben wir die Problematik, dass Nichtvereinsmitglieder mit ihren Vierbeinern das Gelände unbefugt betreten und die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht wegräumen“, sagt Vorsitzende Tatjana Reißmann verärgert. Darüber hinaus würden Autofahrer die Anlage als Rastplatz und Toilette benutzen. Der Müll werde einfach liegen gelassen und hinter dem Vereinsheim würden sich Menschen auch gerne mal erleichtern. „Auch für ein Schäferstündchen scheint sich unser überdachter Biergarten zu eignen, denn nicht selten räumen wir benutzte Kondome weg“, beschwert sich die Hundesportlerin.

Gschwend

Und es werde immer schlimmer. „Jede Woche beseitigen wir Kot von fremden Hunden auf dem Platz und auch immer wieder von Menschen“, erzählt Schriftführerin Hannelore Kaiser. Sie bewirtet auch im Vereinsheim und sorgt dafür, dass innen wie außen Ordnung herrscht.

Künftig werden Missetäter angezeigt

Das Problem sei, dass das Vereinsgelände nicht vollständig eingezäunt werden könne, da sich der Bereich, auf dem der Parkplatz liege, im Landschaftsschutzgebiet befinde, erklärt der zweite Vorsitzende Herbert Kärcher. „Eigentlich wollten wir unser Gelände auch gar nicht ganz einfrieden, das müssten wir ja mit einer Höhe von zwei Metern machen, damit keiner mehr drüberklettern kann“, klagt Kärcher.

Die Bitte des Vorstandes definiert die Vorsitzende: „Wir wünschen uns, dass Leute nicht zur privaten Bespaßung das Vereinsgelände benutzen.“ Zuwiderhandlungen wolle man künftig zur Anzeige bringen. Es sei schwierig, die Täter zu überführen. „Wir haben immer wieder vorbeigesehen, aber noch niemanden erwischt“, sagt Reißmann. Es sei traurig, was sich die Leute heute herausnehmen, betont Kärcher. Der ehemalige Hundeführer bei der Polizei, der jetzt im Ruhestand ist, möchte nun eine Videoüberwachungsanlage installieren. „Anders geht es leider nicht mehr“, bedauert er.

Ellwangen/Rot am See

Hundesportverein hat 90 Mitglieder

Der im Jahr 1973 gegründete Hundesportverein Mainhardter Wald ist rührig. Für seine 90 Mitglieder bietet er Angebote wie „Spaß mit dem Hund“ am Samstag, Obedience (trainiert werden hierbei Präzision, Gehorsam und eine gute Hund-Mensch-Beziehung) am Mittwoch, Begleithundetraining und Fährtenarbeit am Sonntag. Eine Ausbildung im Gebrauchshundesport, bei Hundesportlern unter dem Kürzel IGP bekannt, findet derzeit nicht statt. Im Moment werden die genauen Trainingszeiten auf der Home­page hsv-mainhardterwald.de publiziert. Neueinsteiger seien willkommen.