Blaufelden Hohenloher Volksfest in Blaufelden mit vielfältigen Programm

Jubel und Trubel auf dem Hohenloher Volksfest in Blaufelden: Zu den tragenden Säulen des Festes zählen Vergnügungspark und Krämermarkt - und seit 1996 eine Messe für Energie und Umwelt mit heuer 82 Ausstellern. Archivfoto: Michael Ströbel
Jubel und Trubel auf dem Hohenloher Volksfest in Blaufelden: Zu den tragenden Säulen des Festes zählen Vergnügungspark und Krämermarkt - und seit 1996 eine Messe für Energie und Umwelt mit heuer 82 Ausstellern. Archivfoto: Michael Ströbel © Foto: STROEBEL_MICHAE
Blaufelden / HARALD ZIGAN 23.05.2015
Die Ortsmitte von Blaufelden verwandelt sich über Pfingsten wieder in einen großen Festplatz: Das Hohenloher Volksfest zieht die Besucher nicht nur mit einer gut bestückten Messe an.

Rein historisch betrachtet, belegt das Hohenloher Volksfest in Blaufelden nach der Muswiese in Rot am See-Musdorf (mindestens seit 1434 belegt) und dem Fränkischen Volksfest in Crailsheim (anno 1841 aus einem Landwirtschaftsfest hervorgegangen) den dritten Platz unter den bedeutenden Volksbelustigungen im Altkreis Crailsheim.

Denn im Jahr 1861 genehmigte das Oberamt einen weiteren Viehmarkt in Blaufelden am Dienstag nach Pfingsten, dem kurze Zeit später noch ein Krämermarkt am Pfingstmontag folgte. Und seit dem Jahr 1907, als das Festprogramm deutlich ausgebaut wurde, firmiert der "Pfingschdemargd", wie er von älteren Hohenlohern nach wie vor genannt wird, unter dem Namen "Hohenloher Volksfest".

Die tragenden Fest-Säulen in Blaufelden bilden schon seit Jahrzehnten der Krämermarkt (heuer bieten 80 Händler ihre Waren feil) und der Vergnügungspark mit seinen Fahrgeschäften. Und im Rhythmus von fünf Jahren steht ein Festzug durch die Straßen von Blaufelden auf dem Programm - nächster Termin ist im Jahr 2017. Als weiterer "Magnet" für die Besucher fungiert seit dem Jahr 1996 eine von Hauptamtsleiter Rainer Brenner organisierte Messe für Energie und Umwelt - heuer mit einer Rekordbeteiligung von 82 Ausstellern für die mittlerweile 20. Auflage. Geöffnet ist die Schau in der Markthalle und auf dem Freigelände nahebei, in deren Mittelpunkt umweltfreundliche Technologien rund ums Haus stehen, jeweils von 11 bis 18 Uhr am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag. Fachvorträge zu Energie- und Umweltthemen runden in der neuen Mehrzweckhalle das Messe-Angebot ab.

Auch die Besucher dürften die idealen Bedingungen schätzen, die nach der Sanierung des Areals im Ortszentrum herrschen. Mit Fug und Recht kann Blaufelden daher auch nach dem Ende des legendären Schweinemarktes und der Viehversteigerungen den Titel "Marktgemeinde" tragen. Was örtliche Geschäfte zu bieten haben, können die Besucher am verkaufsoffenen Pfingstmontag von 13 bis 18 Uhr erfahren.

Wer nach dem Trubel auf dem Festgelände ein wenig Ruhe sucht und an weithin unbekannten Details aus der Geschichte der Gemeinde interessiert ist, dem sei am Sonntag um 14 Uhr ein Rundgang mit Ursel Jenne durch das historische Blaufelden empfohlen (Treffpunkt ist vor dem Rathaus).

Interessante Einblicke sind am Sonntag und Montag jeweils ab 14 Uhr auch im früheren Eichamt (Blaubacher Straße 5) möglich, wo Friedrich Schinko und Erwin Ströbel altehrwürdige Gerätschaften vorführen. Offene Türen hat an beiden Feiertagen von 13 bis 17 Uhr auch das Eisenbahn- und Dampfmodellmuseum im Schulzentrum. Die Dorfschmiede der Familie Ströbel (Rotsteige 4) und die ehemalige Pumpstation (Blaubacher Straße 36) sind am Montag ebenfalls ab 13 beziehungsweise 14 Uhr geöffnet. Gerhard Kraft zeigt, wie im Jahr 1912 die Wasserversorgung der Gemeinde funktionierte.

Info Das detaillierte Festprogramm mitsamt einem Ausstellerverzeichnis der Messe und einem Fahrplan für den Sonderbusverkehr steht im

Internet auf der Webseite

www.blaufelden.de.

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