Dünsbach Hohenloher helfen in Rumänien

Graben im Pfarrhauskeller: (von links) Lisa Baumann, Pfarrer Axel Seidel, Lukas Fischer und Laura Hornberger Privatfoto
Graben im Pfarrhauskeller: (von links) Lisa Baumann, Pfarrer Axel Seidel, Lukas Fischer und Laura Hornberger Privatfoto
Dünsbach / PM 06.08.2013
Der Jugendkreis der Kirchengemeinden Dünsbach und Ruppertshofen war Ende Juli für eine Woche zu einem Arbeitseinsatz in Siebenbürgen. Ein altes Pfarrhaus und eine alte Kirchenburg wurden aufpoliert.

Der Vorschlag zu dieser Reise kam durch die ehrenamtliche Arbeit von Sieglinde Kurz mit der Kinderhilfe Sighisoara zustande. Der erste Einsatz war drei Tage lang am Pfarrhaus in Vulcan (Wolkendorf). Dort soll einmal ein Freizeitheim für Jugendliche entstehen. Seit drei Jahren wird dort schon gearbeitet, aber durch die schlechte finanzielle Lage geht es nur mühsam voran. Die ehrenamtlichen Helfer aus Dünsbach und Ruppertshofen gruben im Keller, damit dort Wasserbehälter eingesetzt und Leitungen gelegt werden können. Eine andere Gruppe zimmerte eine Ruhebank vor der evangelischen Kirche der ehemaligen Siebenbürger Sachsen, andere machten sich im Pfarrgarten mit Mäharbeiten oder dem Sammeln von Reisig nützlich. In der Zwischenzeit kochte Küchenfee Nicole eine deftige Gemüsesuppe zum Mittagessen, ganz rustikal mit Brunnenwasser, da es keine Wasserleitungen in ganz Wolkendorf gibt.

Der zweite Einsatz war in Archita (Arkeden) an einer alten Kirchenburg mit einer Gruppe aus dem Erzgebirge. Wie sich in Gesprächen herausstellte, war die Gruppe aus Lengefeld, der Partnerstadt von Ilshofen. Eine Arbeitsgruppe musste eine Trockenmauer aufsetzen, danach ein Holzgebälk zimmern und mit Biberschwänzen eindecken. Andere befreiten die Kirchenburgmauern von eingewachsenen Pflanzen und Ästen. Trotz aller Arbeit fanden die Helfer aus Deutschland die Zeit soziale Einrichtungen, wie das Behindertenheim Haus des Lichts, das Lukasspital, den Kindergarten und die Schule zu besuchen, die durch den Verein Kinderhilfe Sighisoara seit 15 Jahren unterstützt werden.

Beeindruckend waren für alle Mitreisenden die herzliche Aufnahme im fremden Land und die Gespräche mit den Menschen vor Ort und ihre Gastfreundschaft.