Untermünkheim Hausaufgaben im Schülerhaus

Zum Ende des Schuljahres verlassen die Untermünkheimer Schüler das Schulgebäude. Foto: Volker Hoschek
Zum Ende des Schuljahres verlassen die Untermünkheimer Schüler das Schulgebäude. Foto: Volker Hoschek
SWP 25.07.2013
Die Hauptschule in Untermünkheim wird wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen. Es bleibt die Grundschule, in der der Unterricht nun stärker dem Lerntempo der Schüler angepasst werden soll.

Von August an ist die Schule in Untermünkheim nur noch eine reine Grundschule. Die Hauptschüler werden die Schenkensee-Hauptschule in Schwäbisch Hall oder die Gemeinschaftsschule in Kupferzell besuchen. Aktuell gibt es in der Grundschule sechs Klassen, im kommenden Schuljahr wird es 115 Schüler geben. Diese Veränderung ist Anstoß, der Schule einen neuen Namen zu geben. Gestern Abend hat sich der Gemeinderat sich für einen Namen entschieden (wir berichten noch).

Vom kommenden Schuljahr an werden nach den Klassen 1 und 2 nun auch die Klassen 3 und 4 jahrgangsgemischt unterrichtet. "Wir wollen den Unterricht stärker individualisieren. Kinder sollen noch mehr ihrem Lerntempo entsprechend lernen können", kündigt Lang an. Schüler können in einer der Stufen sogar ein drittes Jahr bleiben. Leistungsstarke Kinder können die Grundschule auch in weniger als vier Jahren absolvieren. Das Programm für leseschwache Schüler soll fortgesetzt werden. Wie Lang in einer Pressemitteilung schreibt, wird es im "alten" Schulhaus s keine Klassenzimmer mehr geben, es wird zu einem Schülerhaus mit Mittagstisch und Hausaufgabenbetreuung.

Außer der täglichen Hausaufgabenbetreuung bietet die Schule von Montag bis Donnerstag eine Ganztagesbetreuung an. Diese Angebote sind kostenlos, für das Mittagessen zahlen die Kinder drei Euro. Seit diesem Jahr gibt es auch eine ganztägige Ferienbetreuung - aber nur in der Zeit, wenn der Kindergarten nicht geschlossen ist. Eine tageweise Anmeldung ist möglich, die Betreuung inklusive Mittagessen kostet zehn Euro pro Tag.

Ein Schwerpunkt der Schule liegt auf der Elternarbeit. Experten im Unterricht, Vorleseeltern oder Eltern als Begleitpersonen gehören laut dem Schulleiter zum Unterrichtsalltag. Dazu bieten Eltern eigenverantwortlich Arbeitsgemeinschaften an. Im jüngsten Halbjahr gab es etwa 500 Anmeldungen für die 25 Elternkurse.