Gerabronn Hauptstraße als Landebahn

ERWIN ZOLL 05.03.2014
Vielleicht kann sich der Gerabronner Fasching nicht wirklich mit dem Karneval in Rio messen, aber ein echter Hingucker ist der Festumzug allemal.

Die Seibotenberger waren es, die das Festzugsmotto "Samba in Rio muss net sei - Gerebrunn lädt zum Fasching ei!" gleich mit zwei Wagen aufgriffen. "Saidebärch - kanner mer do", hieß es einmal, weil alle "nach Rio gfohre" sind, dann lautete die Devise "Saidebärch - widr do". "In Rio scheint ko Sunn, drum feiere mir in Gerebrunn" - das ließen sich auch die anderen Akteure nicht zweimal sagen.

Kreuz und quer durch aktuelle große und kleine Themen verlief der Streifzug, den die Festzugsgruppen unternahmen. Der Gemeinderat legte schon einmal das umstrittene Kastenamt um, während die Ortschaften Ober- und Unterweiler die umgestaltete Hauptstraße ins Visier nahmen. "Bäume zeng, zum Parken zweng", mit dieser Parole kritisierten sie die Autostellplätze zwischen den Spalierlinden. Mit diesem Auftritt sicherten sich die Akteure aus Ober- und Unterweiler den ersten Preis. Mit dem zweiten Preis wurde das Trojanische Pferd belohnt, mit dem die Jugendfeuerwehr und die Löschzwerge durch die Straßen zogen.

Noch einmal war die Hauptstraße mit ihren Spalierlinden Thema eines Wagens. Die DLRG-Ortsgruppe ließ sich dazu inspirieren, die Straße zum "Airport Hauptstraße Gerabronn" umzufunktionieren. "DLRG - so fliegt man heute" war das Motto des aufwendig gestalteten Wagens, um den sich Piloten, Stewardessen und Bodenpersonal tummelten. Die Jury vergab dafür den dritten Preis. Leer ausgegangen sind dagegen der TSV und der Surfclub, die mit ihrem Wagen noch mehr Aufwand getrieben hatten. "Wenn die Welt wird untergehen, wo werden wir uns wiedersehen?" war die Frage. Himmel und Hölle, oben eine Wolke, aus der es Engel schneien ließen, unten das Inferno mit vielen Teufelinnen und Teufeln - das waren die Alternativen.

Eigene Preise werden an die Kindergruppen vergeben. Hier hatte der Kindergarten "Alte Post" mit den Tabaluga-Drachen die Nase vorn, gefolgt vom Kindergarten "Zeppelineck", der Mäuse, Bären und Löwen losließ. Der dritte Kinder-Preis ging an die Kleine Schweineschule und die Jungschar aus Michelbach / Heide, die über die Ernährung von morgen sorgten.

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