Landkreis/Berlin Hällische Schweine grunzen vor Kanzleramt

Prominente Tierfreunde: Prinz Charles (links) streichelt vergangenes Jahr ein Schwäbisch-Hällisches Ferkel, das Rudolf Bühler auf dem Arm hält. Foto: Marc Weigert
Prominente Tierfreunde: Prinz Charles (links) streichelt vergangenes Jahr ein Schwäbisch-Hällisches Ferkel, das Rudolf Bühler auf dem Arm hält. Foto: Marc Weigert
ELISABETH SCHWEIKERT 15.01.2014
Unter dem Motto "Wir lassen die Sau raus . . ." demonstriert heute Rudolf Bühler mit einer Schweineherde vor dem Kanzleramt in Berlin. Die Aktion soll auf die Großdemo am Samstag hinweisen.

Mit der ungewöhnlichen Aktion zwei Tage vor Beginn der Grünen Woche in Berlin (17. bis 26. Januar) und der Großdemonstration am Samstag, will sich Bühler die Aufmerksamkeit der Medien sichern. Gleichzeitig lenkt er den Fokus nochmals auf die Publikumsmesse in Berlin und die Themen der Großdemonstration am Samstag. Wie seit Jahren geht es dabei (und auch am heutigen Mittwoch vor dem Kanzleramt) darum, gegen Gentechnik das Wort zu erheben. Rudolf Bühler, Chef der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft sagt: "Die Bundeskanzlerin Merkel fördert Risikotechnologien und Agrobusiness zu Lasten unserer heimischen Bauern." Er fordert das Verbot von gentechnischer Manipulation von Pflanzen und Tieren. Es sollen zudem keine öffentlichen Mittel für die Forschung der Gentechnik bereit gestellt werden. Zudem soll das Verursacherprinzip, wenn durch Gentechnik oder Spritzmittel Schaden für Gesundheit und Umwelt entstehen, angewendet werden.

Weitere Forderungen sind: "Schutz der natürlichen Ressourcen vor dem Zugriff der multinationalen Konzerne wie Monsanto, Syngenta, Bayer und BASF, welche Tiere und Pflanzen patentieren und zu ihrem Geschäftsmodell machen. Der freie Zugang zu den natürlichen Ressourcen als ein Grundrecht für uns Bauern und die bäuerliche Landwirtschaft weltweit."

Bühler wendet sich auch gegen eine Freihandelszone mit den USA, "welche unsere heimische bäuerliche Landwirtschaft den amerikanischen Chemiemultis und Agro-Großkonzernen zum Fraß vorwirft und die Verbraucherrechte auf gesunde Lebensmittel untergräbt".

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