Michelbach Gut aufgestellt bei der Bildung

Michelbach / SIGRID BAUER 03.08.2015
Ein tolles Angebot hat Michelbach für Klein- und Vorschulkinder zu bieten. Die Grundschule verfügt über eine inklusive Klasse. Am Schulzentrum können Schüler den Realschulabschluss oder Abitur machen.

Als eine der ersten Schulen im Landkreis hat die Grundschule in Michelbach für die Klassenstufen eins und zwei jahrgangsübergreifende Klassen eingeführt. "Pädagogisch hat sich das bewährt", stellt Rektor Jens Sommer fest. Inklusion ist an seiner Schule schon Normalität: Seit einigen Jahren besuchen drei bis fünf Kinder vom Haller Sonnenhof die inklusive Eingangsklasse, ab kommendem Schuljahr wird die Inklusion auf die Klasse 3 und 4 ausgeweitet.

"Es hat mich sehr gefreut, dass die allermeisten Eltern unserer Kinder der Stufe 1 und 2 es uns überlassen wollen, ob ihr Kind in die inklusive oder die herkömmliche Klasse kommt", so Sommer. Und noch etwas, worüber er froh ist: Alle Kinder haben über die vier Schuljahre Schwimmunterricht. "Es ist unglaublich, was die Kinder da zum Teil erreichen", berichtet er. Als selbstverständlich hat sich das Ganztagsbetreuungsangebot etabliert. Außerdem ist die Schule Lese-Rechtschreibschwäche-Schwerpunkt. "Das einzige, was uns fehlt, ist ein Werk- und Technikraum", merkt der Schulleiter an.

Das Evangelische Schulzentrum, an das für die beiden ältesten Jahrgänge ein Internat angeschlossen ist, weicht ab dem kommenden Schuljahr vom Prinzip der gebundenen Ganztagsschule ab. "Das ist der Wunsch vieler Eltern aus dem ländlichen Raum, die nicht voll berufstätig sind, damit die Kinder in den Sportverein, die Musikschule oder den Konfirmandenunterricht gehen können", erklärt der stellvertretende Schulleiter Ralph Gruber. Die Schüler könnten dann wählen, ob sie den Mittwochnachmittag schulfrei haben wollen.

Annette Renz, Leiterin des Gemeindekindergartens Michelbach, hält das Betreuungsangebot für sehr gut. Am beliebtesten seien die Gruppen mit verlängerter Öffnungszeit, die Ganztagsgruppe wollen die Eltern doch nicht so oft, meint sie. "Wohl auch eine Frage des Geldes", vermutet sie. Es gebe auch Familien, wo die Betreuungszeiten des Kindergartens nicht reichen. "Zum Beispiel für Betreuung nach 16.30 Uhr. Sie wenden sich dann an Tagesmütter", weiß sie.

Ist sie mit der Personalsituation zufrieden? "Auf jeden Fall", antwortet sie. "Wir haben gute und genügend Leute." Zwischen den Kindergärten gebe es gute Kontakte. So träfen sich alle Mitarbeiterinnen regelmäßig zu bestimmten Themen und zur Fortbildung.

Wenn der evangelische Kindergarten nach der Sanierung bezugsfertig ist, sind alle Kindergärten auch baulich auf dem neuesten Stand.

Ein Waldkindergarten ergänzt das Angebot

Freie Plätze Im Herbst 2014 sind die ersten Kinder des Waldkindergartens, ein ganzer Schwung, eingeschult worden. "Deshalb sind wir gerade im Umbruch und haben einige freie Plätze", erklärt Sylvia Kestin, vom Vorstand des Fördervereins Waldkindergarten Michelbach. Neu ist eine Waldspielgruppe für Kinder ab eineinhalb Jahren: Jeden Donnerstagvormittag kommen die Kleinen in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils in den Wald. "Wir sind dort auf einem Privatgrundstück gleich 20 Meter gegenüber vom Waldkindergarten", so Kestin. "Sie werden dann unser Nachwuchs", hofft sie. Infos Weiteres zu Kindergärten und Schulen in Michelbach gibt es unter www.michelbach.de, www.ezm.de, www.waldkindergarten-michelbach.de und www.grundschule-michelbach.de.

SIBA

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