Landkreis Grünen-Expertise: Vergärung besser als Kompost

Landkreis / SWP 24.05.2014
Weil die Verträge zur Kompostierung im nächsten Jahr auslaufen, hat die Fraktion Grüne/ÖDP eine Expertise eingeholt. Deren Ergebnis: Der Biomüll sollte besser vergoren als kompostiert werden.

Wird der im Kreis in der braunen Tonne gesammelte Biomüll vergoren, könnte die darin enthaltene Energie durch Biogasanlagen genutzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Expertise, die die Kreistagsfraktion Grünen/ÖDP in Auftrag gegeben und bezahlt hat. Dies sei auch im Sinne des Gesetzgebers, betont der Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Feuchter. Die Vergärung werde zwar nicht billiger als die Kompostierung. Durch die gewonnene Energie könnten aber Einnahmen erzielt werden, mit denen sich die Kosten für die Vergärung auf jene der Kompostierung drücken lassen. Feuchter zufolge sollte der Landkreis mit den Nachbarkreisen zusammenarbeiten und die Vergärung selbst organisieren. Die Grünen lehnen "irgendeinen privaten Billiganbieter" ab. Dies sei wichtig, damit die Vergärung von der Bevölkerung akzeptiert wird - anders als die Kompostierungsanlage in Obersontheim, deren Geruch die Anwohner belästige. Der Kreistag müsse schnell handeln, so Feuchter. Ansonsten wäre ein neues Konzept nicht bis 2016 umsetzbar.