Landkreis Grüne Paradiese erklären

Tag des offenen Denkmals 2009: Renate Ziegler (Bildmitte) führt durch ihren Bauerngarten bei der Mosesmühle in Bächlingen. Archivfoto
Tag des offenen Denkmals 2009: Renate Ziegler (Bildmitte) führt durch ihren Bauerngarten bei der Mosesmühle in Bächlingen. Archivfoto
Landkreis / MARGITTA SCHMIDT 28.03.2013
Mit einem neuen Bildungsangebot warten die Landfrauenverbände Hall und Gaildorf auf. Als Gartenführerin sollen sich Frauen einen Nebenverdienst aufbauen können oder ihre Interessen vertiefen.

Sie haben einen eigenen Garten und möchten ihn Interessierten zeigen? Sie würden gerne Führungen durch einen öffentlichen Park anbieten? Sie hätten Freude daran, mit Kindern einen Schulgarten anzulegen? Mit einem neuen Kursangebot können sich Frauen zur Gartenführerin qualifizieren.

Im Kurs werden Grundlagen zur Gartenbewirtschaftung vermittelt. Die Verwendung von Nutz- und Zierpflanzen, wie Kräutern, Stauden und Gehölzen ist Thema. Aspekte der Gartenplanung und -gestaltung werden ebenso angesprochen wie geschichtliche Hintergründe und Stilepochen von öffentlichen Gärten und Parks. Nicht zuletzt bekommen die Teilnehmerinnen Grundsätze der Kommunikation, dem Aufbau eines Seminars und dem Einsatz der eigenen Stimme vermittelt. Das Wissen wird durch die Besichtigung von zwei bis drei Gärten vertieft. Die Qualifizierung steht allen Frauen, also auch Landfrauen aus anderen Kreisen und Nichtmitgliedern, offen.

Ilse Stutz, stellvertretende Vorsitzende der Haller Landfrauen, begrüßt das Angebot: "Das Interesse an Gärten wächst. Ein Vollerwerb wird mit der Qualifizierung nicht zu schaffen sein. Aber sie befähigt Frauen, sich in ihrem Interessengebiet weiter zu entwickeln oder sich ein Zusatzeinkommen zu schaffen. Gartenführungen können sich als Besuchermagnet erweisen und so zu einem Wirtschaftsfaktor werden." Gefördert wird die Qualifizierung durch den Landfrauenverband, die EU und das Land.