Schrozberg Große Pracht rund ums Schloss

Wohl dem, der von seiner Arbeitsstelle aus auf so einen Garten blicken kann – wie die Schrozberger Rathausmitarbeiter.
Wohl dem, der von seiner Arbeitsstelle aus auf so einen Garten blicken kann – wie die Schrozberger Rathausmitarbeiter. © Foto: Manuela Schlecht
Schrozberg / Manuela Schlecht 06.08.2018
Die Beete rund ums Schrozberger Schloss zeigen sich dieser Tage von ihrer üppigsten Seite – und erfreuen nicht nur die Einheimischen, sondern auch pilgernde Passanten.

Die Zeit der Rosenblüte neigt sich zwar langsam dem Ende zu, doch die Rabatten am Schrozberger Schloss zeigen noch immer ihre herrliche Pracht: strahlendes Rot, Orange, Gelb, Lila, Weiß und und und – die Blüten leuchten um die Wette. Die florale Fülle begeistert viele Wanderer, Radfahrer und Pilger, die auf dem hier direkt vorbeiführenden Jakobsweg unterwegs sind. Jedenfalls bekommen die im Schloss beschäftigten Rathausmitarbeiter sehr viele positive Rückmeldungen, wenn sich Pilger bei ihnen ihre Stempel abholen. „Es ist nicht oft zu sehen, dass in das Anlegen und die Pflege von Grünanlagen investiert wird“, sagte jüngst eine Pilgerin.

Auch der Schmetterlingsradweg und weitere Wander-, Pilger- und Radwege führen übrigens durch das blühende Schrozberg. Die Beete laden zum An- und Innehalten ein. Zum Glück gibt’s dafür jede Menge Bänkchen am Schloss und in dessen schönem Innenhof.

Vor dem ehemaligen Wasserschloss gibt es Wechselflor, das heißt: Die Beete werden zwei Mal im Jahr neu angelegt, immer im Herbst und im Frühjahr. Das Pflanzen der Sommerpracht übernimmt eine Gärtnerei. Die Pflege erfolgt durch die städtischen Bauhofgärtnerinnen. Im Herbst werden nach dem Fräsen des Bodens die Frühlingszwiebeln gesetzt, die Rosenstämmchen und -bögen werden winterfest eingepackt und Phacelia (Bienenfreund) gesät, um den Boden mit frischen Nährstoffen zu versorgen und das Unkraut über die Wintermonate zu unterdrücken.

„Der Garten entstand Anfang der 90er-Jahre, als der Wassergraben ums Schloss zugeschüttet wurde. Man wollte einen barocken Buchsbaumgarten anlegen. Nur hat damals dann ein Pilz den Buchs völlig zerstört“, sagt Stadtgärtnerin Elke Schmitt. Zum Leidwesen des Buchses und zur Freude der Blumenfreunde legte man die heutigen Rabatten an.

Auch in den Teilorten blüht’s

Aber nicht nur um das Schloss herum wird Wert darauf gelegt, dass es blüht. In ganz Schrozberg und den Teilorten sind fleißige Helfer und Helferinnen beschäftigt, um die Pflanzen zu hegen und pflegen, zu gießen und um Unkraut zu jäten. Außerdem werden auf Schrozberger Stadtgebiet gezielt brach liegende Grundstücke zu Bienen- und Schmetterlingsweiden gemacht. „Das sieht zwar nicht so wunderschön aus, ist aber umso wertvoller für die Tier- und Insektenwelt“, erklärt Thomas Pöschik, der Bauamtsleiter in Schrozberg. Diese Weiden werden nur einmal im Jahr gemäht, damit die Tiere auch in den kalten Monaten überwintern können.

Wer nicht zufällig an den herrlichen Schrozberger Blütenoasen vorbeikommt, für den ist der Anblick vielleicht sogar eine kleine Extrareise wert.

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