Gerabronn Grandioser Minimalismus

PM 07.02.2013
Mit einem gelungenen Konzert ist der Liederkranz Gerabronn ins neue Jahr gestartet. Auch mit wenig Instrument kann tolle Musik erzeugt werden.

In der voll besetzten Aula der Grund- und Hauptschule wurden die Gäste mit einem abwechslungsreichen Programm gut unterhalten. Der Männerchor unter der neuen Leitung von Erhard Rommel, Gauchorleiter des Hohenloher Sängergaus, sang zwei flotte Kanons und "Die Rose" von Michael Kunze. Der gemischte Chor zeigte mit seiner Dirigentin Beate Oppold viel Schwung und Begeisterung bei seinem Auftritt. Trotz der eher schlechten Akustik der Aula konnten sich die Zuhörer von den facettenreichen Liedern mitreißen lassen. Der "Bolero" von Ravel, ein schwer zu singender Chorsatz, wurde ebenso gemeistert wie der Eurovisions-Siegertitel "Halleluja, sing ein Lied" und etliche andere Ohrwürmer. Gekonnt begleitet wurde der Chor von Tilman Hartig am Klavier. Ein i-Tüpfelchen setzten die Frauen des gemischten Chores mit Trude Herrs "Ich will keine Schokolade". Man sah und hörte die Begeisterung, einmal etwas Witziges singen zu dürfen.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags war ein Instrumentalstück, vorgetragen von Beate Oppold mit der Klarinette und Tilman Hartig am Flügel. Sie unterhielten das Publikum mit dem Stück "Immer kleiner" von Adolf Schreiner mit viel Esprit. Während des Stücks wurde die Klarinette Teil für Teil abmontiert. Mit dem zum Schluss übrig gebliebenen Mundstück war zwar nur noch wenig möglich, aber selbst das Wenige war musikalisch im Stück eingebaut. Tilman Hartig am Klavier lieferte gekonnt den ausgleichenden Gegenpart zu der am Ende etwas verrückten Klarinette.

Durch die kurzfristige Absage der "Boys in Black" wegen Krankheit war das Programm um eine Attraktion ärmer. Wer die sechs jungen Sänger unter Leitung von Eduard Wacker erleben möchte, kann dies am 18. Mai bei ihrem zweiten Konzert in Obersteinach nachholen.

Großen Anklang fand auch die Bewirtung durch die Mitglieder des Liederkranzes Gerabronn.