Schrozberg Glasfaser-Traum rückt näher

In der Stadt Schrozberg rücken die Bagger an: Die Leerrohre für das künftige Glasfasernetz werden in einigen Ortschaften verlegt. Danach folgt das Einblasen der Glasfaserkabel.
In der Stadt Schrozberg rücken die Bagger an: Die Leerrohre für das künftige Glasfasernetz werden in einigen Ortschaften verlegt. Danach folgt das Einblasen der Glasfaserkabel. © Foto: Guido Kirchner / dpa
Schrozberg / Johannes Ihle 31.08.2018
Die Stadt Schrozberg macht große Schritte in Richtung schnelles Internet. In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten in den Ortschaften Zell und Krailshausen.

Rund zehn Millionen Euro investiert die Stadt Schrozberg in die digitale Zukunft. „So viel wie keine andere Kommune im Landkreis Schwäbisch Hall“, sagt Bürgermeisterin Jacqueline Förderer bei einer Informationsveranstaltung im Kultursaal im Rathaus Schrozberg. Nachdem Anfang August der Vertrag mit dem künftigen Netzbetreiber Netcom BW unterschrieben wurde, fällt nun kommende Woche der Startschuss für die Bauarbeiten des größten Projekts in der Geschichte Schrozbergs. Die Baufirma KTS aus Heilbronn wird die Glasfaserkabel verlegen.

Netz kommt von Riedbach

„Wir beginnen nächste Woche in Zell mit einem Team“, sagt Josef Altmann, Leiter für Tief-, Straßen- und Rohrleitungsbau bei KTS. „Parallel beginnen wir in Krailshausen.“ Zunächst ist die Verbindung zwischen den Ort­schaften geplant: Dabei geht es von Riedbach über Zell ins Industriegebiet Herdwiesen in Schrozberg. Danach sollen neben Zell und Krailshausen auch die Ort­schaften Reupoldsrot und Kreuzfeld erschlossen werden.

Dabei erhalten die Grundstücke, die an der geplanten Leitungstrasse liegen, bis rund einen Meter hinter die Grundstücksgrenze einen Anschluss. Dies kostet die Eigentümer nichts. Parallel zur Verbindung der einzelnen Teilorte bietet die Baufirma nach und nach an, die Arbeiten bis ans Haus durchzuführen. „Ab der Grenze ist jeder selber zuständig und muss es selber bezahlen“, sagt Thomas Pöschik, Bauamtsleiter der Stadt Schrozberg. „Das ist ähnlich wie beim Strom und beim Telefon vor einigen Jahren.“

Sollte ein Hausanschluss gewünscht sein, sei für diesen Vorgang wichtig, dass die Eigentümer mit der Stadt, die der Vertragspartner ist, eine Vereinbarung über die Herstellung eines Hausanschlusses für eine Glasfaserleitung treffen. Jeder betroffene Eigentümer erhielt eine Vereinbarung schriftlich zugesendet.

Mit dem Vertrag erteilt der Hausbesitzer der Stadt beziehungsweise dem Bauunternehmen den Auftrag zur Herstellung eines Anschlusses für die Glasfaserleitung. „Teile der Arbeiten kann man auch selber erledigen“, sagt Pöschik. Zum Beispiel den Leitungsgraben von der Grundstücksgrenze bis zum Gebäude oder den Wanddurchbruch ins Haus. Das Liefern beziehungsweise das Verlegen des Micro-Rohrs, dem Glasfaserkabel und das Anbringen der Hausanschlussbox muss von der Baufirma durchgeführt werden.

Späterer Anschluss wird teurer

„Wer alles Mögliche selber macht, bleibt bei unter 1000 Euro brutto“, sagt Pöschik. Die Stadtverwaltung legt den betroffenen Grundstückseigentümern nahe, diese Maßnahmen jetzt durchführen zu lassen. Denn sei die Firma erst einmal abgezogen, würde ein nachträglicher Anschluss sehr viel teurer und komplizierter werden. Daher bittet die Stadt alle Interessierten, die Vereinbarung zeitnah auszufüllen und im Rathaus abzugeben, vor allem die Bürger von Zell. Spätestens zwei Wochen, bevor die Baufirma kommt, solle der Vertrag abgegeben werden.

Bis Mitte nächstes Jahr sollen alle Arbeiten durchgeführt werden und ein Signal ins Haus kommen. Dann können die Bewohner auch Verträge mit dem Betreiber Netcom BW abschließen. Nach und nach wird es in den jeweiligen Ortschaften weitere Informationsveranstaltungen geben.

Info

Fragen zur Vereinbarung und dem Glasfaserhausanschluss beantwortet Thomas Pöschik unter Telefon 07935/70730.

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