Gesund für den Planeten

SWP 07.03.2013

Seit 15 Jahren ruft der deutsche Verband für Ernährung und Diätetik zum Tag der gesunden Ernährung auf. Der ist heute, und weil das Thema Ernährung im Zuge der Lebensmittelskandale in letzter Zeit wieder in den Blickpunkt der Verbraucher gerückt ist, haben wir mit einem jungen Mann aus Langenburg gesprochen, der von der Pferdefleischlasagne oder den falsch deklarierten Eiern nicht betroffen ist, denn er isst sie einfach nicht. Ruben Müller lebt vegan, und man kann dazu stehen, wie man will: Sein Beispiel zeigt, wofür auch der Tag der gesunden Ernährung steht. Wer sich über seine Ernährung Gedanken macht und wer sich seine Speisen selbst zubereitet, der weiß, was auf seinem Teller liegt.

Wussten Sie, dass die Produktion von Tierfleisch Unmengen an Ressourcen frisst? Für jedes Kilogramm Rindersteak muss rein rechnerisch die zehnfache Menge Getreide verfüttert werden. Mit vegetarischer Ernährung kann die Welt also deutlich mehr Menschen ernähren - und sie mit Wasser versorgen: Pro Kilo Rindfleisch werden 16 000 Liter Wasser verbraucht. Außerdem schützt vegetarische Ernährung nicht nur die Gesundheit. Sie schützt auch das Klima: Der CO2-Rechner des bayerischen Umweltministeriums (www.lfu.bayern.de/energie/co2_rechner) weist für Vegetarier einen deutlich geringeren Kohlendioxid-Fußabdruck aus als für typische Fleischesser. Der Steak-Liebhaber kommt demnach auf 1,82 Tonnen CO2 pro Jahr, Vegetarier hingegen auf weniger als eine Tonne. Also: Sie müssen ja nicht gleich Vegetarier werden. Die eine oder andere fleischfreie Mahlzeit pro Woche ist ein Schritt in die richtige Richtung. uts

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