Eine schmale Gemeindestraße zwischen dem Gera­bronner Teilort Binselberg und der Brettachhöhe war am 14. November vergangenen Jahres der Schauplatz eines Aufsehen erregenden Verbrechens, das demnächst vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ellwangen aufgearbeitet wird.

In dem auf vier Verhandlungstage angesetzten Prozess ist ein heute 48-jähriger Mann angeklagt, seine von ihm getrennt lebende, 45-jährige Ehefrau ermordet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen geht in der Anklage davon aus, dass der Mann seine Frau am Morgen auf dem Weg zur Arbeit abgepasst hat. Er soll ihr mit seinem Auto den Weg versperrt und sie so zum Anhalten gezwungen haben.

Mit einem Hammer soll er die Scheibe der Fahrertür eingeschlagen, die Frau mit Fäusten geschlagen und sie mit Benzin überschüttet haben. Der Frau sei es zwar gelungen, aus ihrem Auto zu entkommen, doch habe sie der Mann in das Auto zurückgeschoben, sie erneut geschlagen und schließlich eine brennende Zigarette ins Auto geworfen. Dadurch, heißt es in der Anklage, sei es zu einer explosionsartigen Verpuffung gekommen, die zum Tod der Frau geführt habe.

Streit um Unterhalt

Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Ellwangen Streit zwischen den Eheleuten um den Unterhalt und um das gemeinsame Wohnhaus an. Der Angeklagte soll heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt haben. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.