Kirchberg Gemeinderat Kirchberg: Zwei Windkraftflächen weniger

Kirchberg / ERWIN ZOLL 21.05.2015
Der Gemeinderat Kirchberg hat sich mit der Streichung von zwei Windkraftflächen im Entwurf des Flächennutzungsplans einverstanden erklärt.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine zweite Auslegung des Teilflächennutzungsplans "Windenergie Brettach/Jagst", den der Gemeindeverwaltungsverband Brettach/Jagst aufstellt. Sie führte dazu, dass zwei Flächen herausgenommen werden.

Dies ist zum einen die mit K bezeichnete, 76,6 Hektar große Fläche am Hornberger Wald, die zum Teil auf der Kirchberger, zum Teil auf der Wallhausener Markung liegt. Sie wird aus dem Plan herausgenommen, weil sie in einem Hubschrauber-Tieffluggebiet der Bundeswehr liegt.

Die andere gestrichene Fläche liegt in der Nähe des Sommerhofs. Es handelt sich um den östlichen Teil der Fläche H, die damit von 46,7 Hektar auf 29,6 Hektar reduziert wird. Der Grund für die Streichung sind Einwände der Unteren Naturschutzbehörde, die damit Wespenbussarde, Rot- und Schwarzmilane, Baumfalken und Fledermäuse schützen will.

Während der zweiten Auslegung hatte unter anderem der Lendsiedler Stadtrat Frank Bräuninger Einwände vorgetragen, die sich auch gegen den bei Lendsiedel geplanten Windpark richteten. Bräuninger scheiterte im Gemeinderat mit seinem Antrag, das Thema zu vertagen und noch einmal über die für den Windpark vorgesehenen Flächen zu beraten. In geheimer Abstimmung wurde dieser Antrag mit acht Ja- und elf Neinstimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.

Offen wurde dagegen über den Antrag der Verwaltung abgestimmt. Er sah vor, die Kirchberger Vertreter in der Verbandsversammlung zu beauftragen, für die Streichung der Fläche K und die Reduzierung der Fläche H zu stimmen. Für diesen Antrag stimmten 18 Stadträte, einer enthielt sich.

Die Entscheidung über den Flächennutzungsplan liegt nun bei der Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbands, die heute in Rot am See tagt.

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