Wildenstein Gemeinderat Fichtenau bringt zwei große Tourismusprojekte auf den Weg

Der Bereich des Freizeitgeländes am Stockweiher bei Wildenstein soll als Fortsetzung des Zauberwaldes als Abenteuer- und Erlebnisbereich für Jung und Alt ausgebaut und aufgewertet werden. Foto: Wolfgang Rupp
Der Bereich des Freizeitgeländes am Stockweiher bei Wildenstein soll als Fortsetzung des Zauberwaldes als Abenteuer- und Erlebnisbereich für Jung und Alt ausgebaut und aufgewertet werden. Foto: Wolfgang Rupp
WOLFGANG RUPP 11.09.2013
Mit einem Mehrgenerationen-Spiel- und Erlebnisplatz beim Stockweiher und einer futuristischen Erlebniswelt am Storchenweiher soll in Fichtenau das Freizeitangebot für Gäste und Bürger ausgebaut werden.

Der Gemeinderat unterstützt diese Tourismusprojekte und hat die Verwaltung beauftragt, entsprechende Konzeptionen auszuarbeiten und Förderanträge zu stellen. Ob überhaupt und wann die Pläne umgesetzt werden, ist allerdings offen und hängt in erster Linie von der Finanzierung des mit 220 000 Euro veranschlagten Projektes ab. Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollte der Gemeinderat einer Realisierung der Projekte zustimmen, nach der Diskussion wurde daraus eine Unterstützung.

"Das ist viel Geld für einen Luxus, den wir uns nicht leisten können", verdeutlichte Herbert Kaspar gleich zu Beginn der Debatte in der Gemeinderatssitzung am Montagabend seine Position, die er bei der Abstimmung mit seiner Gegenstimme (die einzige) unterstrich. Außerdem müsse man auch an die Folgekosten solcher Einrichtungen denken und erst mal die bestehenden Spielplätze in Ordnung bringen, argumentierte Kaspar. "Kinder und Gäste sind für uns kein Luxus", reagierte Bürgermeister Martin Piott auf die Aussage von Kaspar verbunden mit dem Hinweis, dass sich die Spielgeräte allesamt in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden. Anja Wagemann hält es "für eine gute Sache, in diesem Bereich zu investieren". Allerdings liege der Stockweiher sehr weit außerhalb, "weshalb man dort Kinder nicht alleine springen lassen kann". Ihre Anregung: Spielgeräte auch ortsnah wie beispielsweise am Rathaus in Wildenstein aufzustellen. Peter Tampert hob den Unterschied zwischen einem klassischen Spielplatz und dem jetzt angestrebten Konzept vor, das der ganzen Familie und Besuchern aller Altersgruppen zugute komme. Wenn man schon solche höherwertige und "gscheite" Spielplätze errichten wolle, müsse man andere zurückbauen, machte Gerald Ilg deutlich, während Konrad Meiser ein solches Tourismusprojekt, nämlich am zentral gelegenen Storchenweiher bei Lautenbach, für ausreichend hält, was auch Winfried Wagner so sieht.

"Wir wollen weit mehr bieten als bisher, Treffpunkte und Erlebnismöglichkeiten für alle Altersgruppen schaffen", unterstützt Uwe Krautschneider die beiden Projekte, "die eine gute Investition sind", pflichtete ihm Martin Bleicher bei. "Wir haben das Verfahren in der Hand und können jederzeit die Reißleine ziehen", reagierte Bleicher auf die gleich zu Anfang von Bürgermeister Martin Piott und später auch in der Debatte angesprochene Finanzierung. "Alleine können wir das nicht leisten", ist für Piott klar. Die Gemeinde als staatlich anerkannter Erholungsort "könnte" über das Tourismusinfrastrukturprogramm "eventuell" in den Genuss einer Förderung für überwiegend touristisch genutzte Einrichtungen kommen, wird in der Sitzungsvorlage formuliert. Die tatsächlichen Fördervoraussetzungen "wären" mit den Fachbehörden noch zu klären. Es "könnte" eine Förderung bis zu 50 Prozent möglich sein. Um überhaupt einen Antrag auf Förderung stellen zu können, muss der Gemeinderat ein positives Votum abgeben. Das Gremium hat zwar noch nicht einer Realisierung des Projektes zugestimmt, sondern nur seine Unterstützung signalisiert. Doch die Verwaltung kann den Antrag noch rechtzeitig bis zum 1. Oktober beim Regierungspräsidium einreichen.

Für junge und alte Menschen einen Erlebnisbereich schaffen