Nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch weniger Ausgaben für die Gemeinde: Frankenhardt möchte künftig zehn Prozent Energie oder sogar noch mehr einsparen – mithilfe eines kommunalen Energieeffizienznetzwerkes. Hierzu hat sich die Gemeinde mit den Kommunen Vellberg, Mainhardt, Untermünkheim und Blaufelden zusammengeschlossen. Initiiert wurde das Projekt vom Energiezentrum in Wolpertshausen, gefördert wird es vom Bund.

Energieverbrauch in den Gemeinden wird gemessen

Wie das Projekt abläuft, erklärt Heinz Kastenholz, Leiter des Energiezentrums: In einem ersten Schritt werden in den einzelnen Kommunen Daten zum Energieverbrauch gesammelt. Hierfür gibt es Begehungen in den Liegenschaften der Gemeinden. An verschiedenen Zählpunkten wird der Verbrauch von zum Beispiel Gas oder Wasser abgelesen.

Ergebnisse erwartet Kastenholz zum Jahreswechsel. Dann könne man den Verbrauch, zum Beispiel von Rathäusern, mit denen der übrigen Gemeinden vergleichen und schauen, wo es Abweichungen gibt. Da müsse dann angegriffen werden. Im Vorfeld könne man nicht pauschal sagen, wo es in den Gemeinden fehlt.

Investitionen besser planen

Zusätzlich können die Kommunen auf Basis dieser Ergebnisse kommende Investitionen planen – das Energiemanagementsystem biete „eine ideale Entscheidungsgrundlage für künftig anstehende Investitionen zur energetischen Optimierung und Sanierung kommunaler Liegenschaften“, so Frankenhardts Bürgermeister Jörg Schmidt.

Das ist aber noch nicht alles: Denn gefördert werden auch Netzwerktreffen. Hier sprechen Experten zu Themen, die die Kommunen interessieren.

Nach drei Jahren, in denen jede Gemeinde insgesamt rund 15.000 Euro bezahlt, sollen die Kommunen alleine weiterarbeiten können, so Kastenholz. Bezahlen müssen sie lediglich noch die Benutzungsgebühren für die Software zur Datenerfassung – „aber wenn sie Unterstützung benötigen, dann werden wir ihnen auch helfen“, sagt Kastenholz.

Und in Frankenhardt hat sich auch schon etwas getan: So wurde die Software zur Erfassung des Verbrauchs in den kommunalen Liegenschaften bereits installiert, schreibt die Verwaltung. „Dadurch ist künftig die Erstellung eines Energieberichts möglich“, so Bürgermeister Schmidt.

Darüber hinaus wurde kürzlich ein Netzwerktreffen zum Thema Straßenbeleuchtung veranstaltet. Daran nahm Elektriker Thomas Seitz vom Frankenhardter Bauhof teil. Dort wurden Einsparmöglichkeiten aufgezeigt, Fördermöglichkeiten vorgestellt und Amortisationsrechnungen erklärt, so die Gemeinde. Anhand des von der Kommune erhobenen Straßenbeleuchtungskatasters soll nun die Umstellung auf LED-Beleuchtung mit Fördermöglichkeiten geprüft werden.

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Die Kommunen Frankenhardt, Vellberg, Mainhardt, Untermünkheim und Blaufelden haben sich zu einem kommunalen Energieeffizienznetzwerk zusammengeschlossen. Wer fördert???

Das Förderprogramm mit dem sperrigen Namen „Energieberatung und Energieeffizienz-Netzwerke für Kommunen und gemeinnützige Organisationen“ ist Teil des nationalen Aktionsplans zur Energieeffizienz. Modul Zwei des Programms fördert die besagten kommunalen Energieeffizienznetzwerke.