Seit mehr als drei Jahren vertraut die Physiotherapeutin Nicola Schmidt auf die Cantienica-Methode von der Journalistin und Therapeutin Benita Cantieni aus der Schweiz. Ziel dabei ist es, mit kleinen Bewegungen die Muskulatur und den Beckenboden gezielt zu trainieren, das innere Zentrum zu finden und dadurch auch eine aufrechte Haltung des Körpers zu gewinnen. Aber auch Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Arthrose sollen durch die Methode behandelt und geheilt werden.

Eine Stunde pro Woche hilft

Bevor Nicola Schmidt Cantienica für sich und andere entdeckte, lernte sie bereits viele andere Arten von Gesundheitssport kennen: „Ich wollte aber etwas, das der Mensch alleine schaffen kann und wofür er keinen Physiotherapeuten oder irgendwelche Anweisungen braucht“, sagt sie. Mittlerweile zählt die zweifache Mutter zu den wenigen Trainern in Deutschland, die diese Methode in Workshops gelernt haben und beherrschen. Im Frühjahr vergangenen Jahres eröffnete Nicola Schmidt auf dem Tempelhof in der Gemeinde Kreßberg einen eigenen Trainingsraum, in dem ihre wöchentlichen Kurse stattfinden.

Am Anfang erhält jeder Teilnehmer eine Einführungsstunde, bei der auf persönliche Beschwerden oder Wünsche eingegangen wird. Danach wird in regulären Gruppen mit maximal zehn Teilnehmern oder weiter einzeln trainiert. Das Training ist dabei für Kursteilnehmer aller Altersgruppen geeignet. Die Übungen können täglich und überall gemacht werden.

„Bereits mit einer Stunde pro Woche sind dauerhafte Verbesserungen erkennbar“, sagt Nicola Schmidt. Wichtiger Bestandteil des Trainings ist auch, dass man mit Lob arbeitet. Es zähle nicht, welche Fehler man mache, sondern an welchen Stellen noch mehr erreicht werden könne, um noch besser zu werden.

Einer der Teilnehmer, die schon länger bei Nicola Schmidt trainieren, ist der 30-jährige Robert Neumann: „Bei vielen Sportarten steige ich schnell aus, aber bei der Cantienica-Methode merke ich, dass ich etwas Gutes für meinen Körper tue und es sich auch gut anfühlt.“ Und auch Teilnehmerin Renate Wörner ist von der neuen Trainingsmethode überrascht: „Ich sitze jetzt viel aufrechter, und das Training macht sich auch im Alltag bemerkbar.“ Neben dem gesundheitlichen Aspekt wirken sich die Entspannungs-Übungen auch auf die Psyche aus. „Vorher bin ich nur ungern Autobahn gefahren, mittlerweile sehe ich das alles etwas entspannter“, verrät die 63-Jährige.

Durch die meditative Wirkung wird der Kopf frei von allen Gedanken und der Körper kann sich entspannen. „Nach dem Training fühlt man sich glücklich, größer, leichter und auch offener“, findet Nicola Schmidt. Aber nicht nur man selber bemerkt eine Veränderung – jeder Kursteilnehmer verlässt den Raum nach dem einstündigen Training mit einem Strahlen im Gesicht.

Info


Das Training findet montags bis mittwochs auf dem Tempelhof statt. Weitere Informationen gibt es unter www.cantienica-raum.de oder Telefon 01 76 / 83 17 76 59.