Rockhalden Für nächste 100 Jahre gebaut

Sie öffneten symbolisch den Schieber der neuen Wasserleitung (von links): Bauleiter Otto Glück, NOW-Geschäftsführer Ernst Rommel, Bürgermeister Kurt Wackler und Ortsvorsteher Reinhold Beck. Foto: Wolfgang Rupp
Sie öffneten symbolisch den Schieber der neuen Wasserleitung (von links): Bauleiter Otto Glück, NOW-Geschäftsführer Ernst Rommel, Bürgermeister Kurt Wackler und Ortsvorsteher Reinhold Beck. Foto: Wolfgang Rupp
Rockhalden / WOLFGANG RUPP 09.09.2013
Sie war teils marode, zu klein dimensioniert und 60 Jahre alt. Jetzt wurde in Rockhalden eine neue Wasserleitung gebaut, die mindestens 100 Jahre halten wird, wie Ernst Rommel von der NOW versichert.

Großer Tag für einen kleinen Ort: Die Gemeinde Satteldorf lud am Freitagnachmittag zum "Wasserfest" nach Rockhalden ein. Zu dem Weiler gehören zehn Häuser, in denen 38 Menschen leben, wie ein Einheimischer kurz zusammenzählt. Die Einwohner brauchen sich in den nächsten 100 Jahren keine Sorgen wegen der Wasserversorgung machen, wurde doch jetzt mit einem Aufwand von 468 000 Euro eine neue, zwei Kilometer lange Leitung gebaut. Sie führt von Rockhalden zum Hochbehälter Roter Berg und von dort zum Teilort Horschhausen. Sie wird vom Hochbehälter Rudolfsberg aus versorgt und ersetzt nicht nur das alte, wesentlich längere Rohrnetz aus den 1950er-Jahren, sondern macht auch den Hochbehälter Dächtersholz überflüssig. Er fasste lediglich 50 Kubikmeter und hätte dringend saniert werden müssen.

Die Maßnahme ist Teil einer vor zehn Jahren von Verwaltung und Gemeinderat entwickelten Wasserkonzeption, wie Bürgermeister Kurt Wackler gestern Nachmittag erläuterte. Ziel war und ist es, den ordentlichen Standard zu erhalten und auszubauen. "Und dafür haben wir ganz erhebliche Mittel eingesetzt", so Wackler, was nicht in allen Gemeinden so selbstverständlich ist, wie NOW-Geschäftsführer Ernst Rommel bemerkte. Insgesamt werde viel zu wenig reinvestiert mit der Folge, dass dann die nächste Generation mit hohen Investitionen fertig werden müsse. Aber, schränkte er ein, hingen Umfang von Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen auch von der finanziellen Leistungskraft der Gemeinde ab. Rommel reagierte damit auf den Hinweis von Bürgermeister Wackler, wonach die Gemeinde Satteldorf für diese wichtige Infrastrukturmaßnahme keinen einzigen Euro an staatlichen Fördermitteln erhalten hat, sondern komplett mit Eigenmitteln finanzieren musste. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen Grundstückseigentümern (für den Wasserleitungsbau wurden 20 Flächen in Anspruch genommen) für die Unterstützung, die eine ganz, ganz wichtige Rolle spiele, bei Ortsvorsteher Reinhold Beck, bei der Nordostwasserversorgung, der Firma Haag-Bau aus Neuler und Bauleiter Otto Glück. Zur Feier des Tages ließen sich alle heißes Spanferkel und kühles Bier schmecken.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel