Region Fünf Millionen für Qualifizierung

Für Facharbeiter ist die Lage am Arbeitsmarkt sehr gut. Es gibt mehr offene Stellen als Bewerber. Foto: Fotolia/Ingo Bartussek
Für Facharbeiter ist die Lage am Arbeitsmarkt sehr gut. Es gibt mehr offene Stellen als Bewerber. Foto: Fotolia/Ingo Bartussek
Region / SWP 22.03.2013
Im Februar kamen im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim drei Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle. Damit belegt die Agentur bundesweit Platz fünf. Das besagt eine Pressemitteilung.

Der Bundesdurchschnitt bei der Arbeitslosen-/Stellenrelation liegt bei 7,3 und in Baden-Württemberg bei 3,8. Die Spannbreite bewegt sich von 2,6 in Göppingen bis 24,7 in Weißenfels. Seit die Region sich von der Krise 2009 erholt hat, nimmt die Zahl der Arbeitslosen im Verhältnis zu den angebotenen Stellen stetig ab. So kommen auf zehn offene Stellen für Elektriker aktuell gerade mal drei arbeitslose Fachkräfte oder auf zehn offene Stellen nur vier arbeitslose Ingenieure, heißt es weiter.

"Je weniger Arbeitslose einer Stelle gegenüber stehen, desto größer ist für uns die Herausforderung, passende Vermittlungsvorschläge zu unterbreiten", erklärt Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Aufgabe der Agentur sei es, einen Ausgleich am Arbeitsmarkt zu schaffen. Von der Einarbeitung mit Eingliederungszuschuss oder Probearbeit im Unternehmen über Anpassungsqualifizierungen bis hin zur Umschulung mit Berufsabschluss steht der Agentur eine breite Palette zur Verfügung. "Wir fördern berufliche Qualifizierungen dann, wenn sie für den regionalen Arbeitsmarkt sinnvoll sind und achten auf den wirtschaftlichen Einsatz der Mittel." Eine Umschulung kann die Agentur fördern, wenn Arbeitslose ungelernt sind oder länger als vier Jahre als Helfer gearbeitet haben.

"Zahlreiche Firmen haben Schwierigkeiten, den Fachkräftebedarf zu decken. Potenziale sehe ich bei jungen Erwachsenen ohne Ausbildungsabschluss. Grundsätzlich fördern wir Menschen aller Altersgruppen, wenn es für ihre Integration in den Arbeitsmarkt erforderlich ist", so Markus Nitsch. Während 2012 rund drei Millionen Euro für die berufliche Weiterbildung ausgegeben wurden, stehen für 2013 im Agenturbezirk rund fünf Millionen Euro zur Verfügung.