Damit die Jungtiere störungsfrei geboren werden und aufwachsen können, bittet die Jägervereinigung Schwäbisch Hall laut einer Mitteilung Erholungssuchende und Hundehalter darum, sich an einige Regeln zu halten.

  • Wege nicht verlassen: „Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten“ – so steht es im baden-württembergischen Landeswaldgesetz. Dabei dürfe der Wald unter anderem jedoch nicht gefährdet, beschädigt oder verunreinigt werden. Wildtiere hielten sich generell gerne auf hohen Wiesen, in Feldhecken oder dichten Wäldern auf. Waldbesucher sollen sich nicht abseits befestigter Waldwege bewegen, sondern die Ruhezonen der Wildtiere achten.
  • Wildtiernachwuchs nicht berühren: Wer aus sicherer Entfernung vermeintlich hilflose Wildtiere, verwaiste Rehkitze oder Junghasen sieht, sollte auf keinen Fall hinlaufen oder sie berühren. „Rehgeißen legen beispielsweise ihre jungen Rehkitze zum Schutz vor Feinden oft im hohen Gras ab und die Rehkitze verharren dort oft reglos“, schreibt die Jägervereinigung. Berühre man ein Rehkitz, könne der fremde Geruch an dem Rehkitz das Muttertier irritieren, sodass sie den Nachwuchs eventuell verstößt. Wer sich nicht sicher ist, sollte im Zweifel einen Jäger kontaktieren, der den Zustand einschätzen kann, oder die Polizei informieren.
  • Hunde an die Leine: Einen generellen Leinenzwang gibt es in Baden-Württemberg nicht. Dennoch empfiehlt die Jägervereinigung gerade in der Brut- und Setzzeit, Hunde an die Leine zu nehmen. Denn freilaufende Hunde können dem Nachwuchs und trächtigen Wildtieren schaden. Sie könnten beispielsweise Rehkitze auf Wiesen oder Feldern aufspüren und einen fremden Geruch hinterlassen, was das Muttertier verunsichert. Auch trächtige Wildtiere könnten bis zur Erschöpfung gejagt werden, sodass sie im schlimmsten Fall ihren Nachwuchs verlieren. Die Vogelwelt könne aufgeschreckt oder die Gelege von am Boden brütenden Vögeln zerstört werden.