Untermünkheim Freie Sicht aufs Kochertal

ELISABETH SCHWEIKERT 01.03.2013
Das Gefälle auf den Bauplätzen im Baugebiet Auäcker III sorgt für Diskussion im Gemeinderat Untermünkheim. Margarethe Stahl von der LBBW Kommunalentwicklung informierte über die Fortschreibung der Pläne.

Am Ortsausgang von Untermünkheim in Richtung Steigenhaus, rechts bei der alten Kelter hoch, liegt das Baugebiet Auäcker III. 28 Bauplätze sollen dort geschaffen werden. Zudem sind betreutes Wohnen und ein Lebensmittelmarkt vorgesehen. Der Betreiber Netto hat bereits signalisiert, dass er dort bauen will. Den Bewohnern der Häuser in der Siedlung soll sich aus den Fenstern ein schöner Blick übers Kochertal bieten. Damit dies gewährleistet ist, sind die Baufenster versetzt geplant, hatte die Seniorprojektleiterin Margarethe Stahl die Häuserhöhen von der Erdgeschoss-Bodenplatte im Verhältnis zur Straße überprüft. Die LBBW Kommunalplanung Stuttgart hat von der Gemeinde den Auftrag bekommen, das Baugebiet zu planen, zu erschließen, zu vermarkten und zu verkaufen.

Bauherren, die oberhalb der Kelter bauen wollen, müssen bei der Planung das Gefälle am Hang berücksichtigen. Margarethe Stahl geht davon aus, dass diese den Bodenaushub dazu benutzen, teilweise das Gefälle auszugleichen oder am Keller aufzufüllen, damit die Vorgaben eingehalten werden. Möglich sind zwei Vollgeschosse, ein Dachgeschoss und ein Keller, der maximal 1,40 Meter aus dem Boden herausragen darf, sonst wird er als erstes Geschoss gewertet.

Durch maximal neun Meter Firsthöhe ist die Größe der Häuser begrenzt. Ein Ausbau zu einem vierstöckigen Mehrfamiliengebäude (Kellergeschoss, zwei Etagen und ausgebautes Dachgeschoss), wie es Gemeinderat Rainer Kircher befürchtete, sei nicht möglich. Die Bauherren müssten allerdings zum Teil 1,5 Meter hohe Stützmauern planen - diese seien als Trockenmauern auszuführen. Kirchner bezweifelte, dass eine Trockenmauer das von oben drückende Gewicht stemmen kann. Indes sagte Bürgermeister Christoph Maschke, dass gefällige Lösungen möglich seien. Gemeinderat Hartmut Stenzel erinnerte Kirchner an die Rahmenbedingungen: Auf den Baufenstern in den ersten beiden Reihen zur Straße seien keine großen Häuser möglich. Zudem habe sich der Gemeinderat bei der Konzeption des Baugebiets bewusst dafür entschieden, den Bauherren möglichst viel Gestaltungsspielraum zu lassen.