Frankenhardt Frankenhardt zeigt sich solidarisch

Frankenhardt / Christine Hofmann 18.05.2018
Die Gemeinde Frankenhardt unterstützt den Backbone-Ausbau durch den Landkreis Schwäbisch Hall, obwohl sie überdurchschnittlich gut versorgt ist: 70 Prozent der Haushalte haben einen Glasfaseranschluss bis ins Haus.

Je kleiner der Ort, desto langsamer die Internetverbindung: Der ländliche Raum ist beim Ausbau von Breitbandnetzen benachteiligt, da sich die Kommunikationsunternehmen auf Gebiete mit den meisten Abnehmern konzentrieren. Die Gemeinde Frankenhardt ist trotzdem überdurchschnittlich gut aufgestellt. „Wir haben bald in mehr als 70 Prozent der Haushalte Glasfaser bis in die Häuser“, erklärte Bürgermeister Jörg Schmidt am Montag im Gemeinderat.

Dies ist möglich durch die kombinierte Glasfaser- und Erdgaserschließung durch die ENBW ODR in Gründelhardt, Honhardt und Oberspeltach sowie in den Teilorten Mainkling, Banzenweiler und Stetten. In Sandhof ist der Verteiler mit Glasfaser erschlossen und in Steinbach/Jagst und Appensee wurden im Zuge der Wasser- und Abwassermaßnahme durch die Gemeinde Leerrohre verlegt. Eine Glasfaserverbindung zwischen den beiden Ortsteilen gibt es auch schon. Schmidt: „Die ENBW ODR wird in Kürze einen Lückenschluss von Randenweiler nach Appensee vornehmen, dann steht auch hier das schnelle Internet zur Verfügung.“

Der Bürgermeister mahnte jedoch, die übrigen Teilorte nicht zu vernachlässigen. „Dabei kann uns das Backbone-Netz des Landkreises helfen.“ Mit ihm sollen alle Gemeinden flächendeckend ans Glasfasernetz angeschlossen werden: In den Außenbereichen durch den Landkreis, die innere Erschließung ist Aufgabe der Gemeinden. Auf Frankenhardter Gebiet ist eine Leitung bei Oberspeltach zu den Kabelverzweigern in Waldbuch und Spaichbühl geplant. Eine weitere Leitung soll von Neuhaus nach Vorderuhlberg und von Mainkling zur Fleckenbachsägmühle führen.

Die Bürgermeister der ländlichen Gemeinden seien sich einig, dass ein landkreisweites Leitungsnetz sinnvoll sei, berichtete Schmidt. Die Städte Schwäbisch Hall und Crailsheim überlegten aber, sich nicht zu beteiligen. „Wir sollten ein Zeichen setzen und Flagge zeigen für den solidarischen Aufbau des Backbone-Netzes.“ Der Gemeinderat folgte dem Appell: Das Ja zum Backbone-Netz war einstimmig.

Weiteres Vorgehen auf Landkreisebene

Bis zum 30. Juni melden die Kommunen zurück, ob sie am Backbone-Ausbau interessiert sind. In den Ausschüssen wird eine Beschlussempfehlung formuliert: Ausbau des Backbone-Netzes durch den Landkreis in Form eines Betriebs gewerblicher Art (BgA). Die Finanzierung erfolgt über den Kreishaushalt. Der Beschluss wird in der Sitzung des Kreistags am 24. Juli gefasst. hof