Frankenhardt / Natalie Jost  Uhr
Jugendliche versuchen sich beim Ferienprogramm der Gemeinde Frankenhardt an einer neuen Trendsportart.

Breakletics ist für die meisten ein Fremdwort. Doch das könnte sich bald ändern: Denn die Kombination aus funktionellem Training und einfachen Breakdance- Schritten hat es in sich. Beim Ferienprogramm der Gemeinde Frankenhardt hatten neun Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren die Möglichkeit, den neuen Sport auszuprobieren.

„Ziel bei Breakletics ist es, den Teilnehmer seinen Körper spüren zu lassen und ihn an seine Grenzen zu bringen“, erklärt Matilda Dunkel (19) aus Haßfelden. Seit fast einem halben Jahr ist sie offizielle Breakletics-Trainerin und steht seitdem mit Leib und Seele hinter dem Konzept. Entwickelt wurde der Sport vom Breakdancer und Sportwissenschaftler Peter Slowinsky, der sein Hobby zu einem Workout umgewandelt hat.

Eine bestimmte Zielgruppe gibt es nicht: „Das Training ist wirklich für jeden geeignet, egal ob dick, dünn, alt oder jung“, betont Matilda. Auch Anfänger können bei Breakletics nicht viel falsch machen. Für die Teilnehmer des Ferienprogramms ist das Angebot in der Sportscheune Eulenhof in Frankenhardt die erste Breakletics-Stunde.

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Das Breakletics-Training ist immer gleich

Ein Training folgt immer dem gleichen Ablauf: Gestartet wird mit dem Aufwärmen, danach kommt das Workout und zum Schluss das Dehnen. Weil die drei Einheiten gleich lang sind, werden Mobilität, Flexibilität und Koordination gleichermaßen trainiert. „So bleibt man sportlich länger fit“, erklärt Matilda Dunkel. Übungsgeräte sind nicht nötig, trainiert wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. „Deshalb kann man Breakletics immer und überall machen.“ Eine wichtige Rolle spielt die motivierende Musik, auf die nur die Trainer Zugriff haben und die individuell ans Work­out angepasst ist. Dadurch kann zusätzlich das Rhythmusgefühl verbessert werden.

Besonders ist außerdem, dass es verschiedene Levels gibt, für die sich die Teilnehmer selbst entscheiden können. Sie haben so die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad an ihre Belastungsfähigkeit anzupassen und sich immer weiter zu steigern. „Während des Trainings steht der ganze Körper unter Spannung, jeder Muskel wird trainiert,“ erklärt Matilda. Verständlich also, dass die Jugendlichen ordentlich ins Schwitzen geraten. Dass das einstündige Training so intensiv wird, haben die jungen Leute offenbar nicht erwartet: „Ich habe es mir weniger anstrengend vorgestellt,“ beichtet Fabian Munz (13) aus Gründelhardt. Er ist der einzige Junge unter den Teilnehmern. Spaß gemacht hat es ihm und den anderen trotzdem. Das ist für Trainerin Matilda das Wichtigste: „Sport sollte nicht als Zwang angesehen werden, sondern Freude bereiten.“

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