Hilfe Fit werden in Erster Hilfe

Hand aufs Herz: Der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein liegt oft schon eine Weile zurück. Wer kann jemandem im Ernstfall noch richtig helfen? Foto: Zelck/DRK
Hand aufs Herz: Der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein liegt oft schon eine Weile zurück. Wer kann jemandem im Ernstfall noch richtig helfen? Foto: Zelck/DRK
Crailsheim / PM/KES 08.03.2013
Gleich zwei Schwerpunkte hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in diesem Jahr auf der Vitawell gesetzt. Am Samstag, 23. März, wird es zunächst um die Bewegungsprogramme gehen: "Wir sind mit unseren vielfältigen Kursen, die von Yoga bis Wassergymnastik reichen, in Crailsheim sehr gut vertreten", sagt Corinna Egner vom DRK Schwäbisch Hall.

Dabei werden jedoch keine Höchstleistungen verlangt. "Um bis ins hohe Alter fit zu bleiben, muss man keinesfalls kiloweise Gewichte stemmen oder gar einen Marathon laufen", erklärt Übungsleiterin Anita Probst. "Mit gezielten, vor allem aber konsequent durchgeführten Übungen für den ganzen Bewegungsapparat beugen wir in unseren Gruppen auf sanfte Art Problemen vor." Auch ältere Menschen können diese Übungen noch gut ausführen. Das seit zwei Jahren angebotene Gedächtnistraining ist zudem für Alzheimer- und Demenzpatienten interessant.

Wie fit die Messebesucher in Erster Hilfe sind, können sie am Sonntag, 24. März, am Stand des Roten Kreuzes testen. Das Thema Erste Hilfe wurde aber durchaus nicht zufällig gewählt. Das DRK feiert am Samstag, 23. März, das 150. Jubiläum seines Bestehens und veranstaltet deshalb einen bundesweiten Erste-Hilfe-Tag. "Da schließen wir uns mit dem Messeauftritt natürlich thematisch an", sagt Egner.

Die ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können im Notfall entscheidend sein. Deshalb sei schnelles und richtiges Helfen äußerst wichtig. In den praxisnahen Erste-Hilfe-Lehrgängen des Roten Kreuzes lernt man, wie man mit einfachsten Handgriffen Menschenleben retten kann. "Für betriebliche Ersthelfer oder Führerscheinneulinge sind solche Kurse mittlerweile Pflicht", erklärt Kreisausbildungsleiter Thomas Fischer. "Leider bleibt es aber oftmals bei dieser pflichtgemäßen Minimalausbildung."

Ein Notfall bedeute aber Stress, auch für den Helfer. Aus diesem Grund sei eine gewisse Routine in den Handgriffen wichtig. Diese bekommt man nur durch regelmäßige Wiederholung. Es empfiehlt sich daher, alle zwei Jahre einen Auffrischungskurs zu besuchen.Info www.drk-schwaebischhall.de