Wüstenrot Finsterroter See: Fest mit Festivalcharakter

Die nur aus Frauen bestehende Band "Einparkwunder" sorgt am Abend des Seefestes für Stimmung. Mehrere hundert Besucher relaxen am Ufer.
Die nur aus Frauen bestehende Band "Einparkwunder" sorgt am Abend des Seefestes für Stimmung. Mehrere hundert Besucher relaxen am Ufer. © Foto: Gustav Döttling
GUSTAV DÖTTLING 01.08.2013
Mehrere hundert Besucher haben beim Seefest einen entspannten Sommerabend erlebt. Musik hören, im Wasser planschen, das Ruderboot fahren - am Finsterroter See war wieder viel los.

Ein Naturidyll genießen und gleichzeitig bei flotter Musik ein stimmungsvolles Fest feiern - das ist beim Seefest der Familie Lang möglich. Mehrere hundert Besucher kamen jetzt wieder an den Finsterroter See, der der Familie Lang gehört.

Musik hallte über die Wasserfläche, Kinder kreuzten mit dem Ruderboot und mit Tretbooten auf dem See. Im Wasser plantschen auch nach Einbruch der Dunkelheit noch viele Schwimmer, am Strand waren die Kinder. Fackeln erhellten die Wege.

Ab dem Nachmittag spielte die Band "The Dudes" Live-Musik. Zur Abwechslung schallten tiefe Alphornklänge über das Festgelände. Abends sorgte die Frauenband "Einparkwunder" aus Schwäbisch Hall mit jazziger Popmusik und Rock für Stimmung. "Die sind echt gut", lobte Claudia Walter aus Wüstenrot-Neuhütten. "Wir spielen zum ersten Mal hier, das ist eine tolle Atmosphäre und hat fast Festival-Charakter", zeigte sich Inge Visser, Sprecherin der Frauenband, vom Ambiente des Seefestes beeindruckt.

"Mehr Personal wäre nicht schlecht", meinte der Obersulmer Frankie Schader mit Blick auf die langen Warteschlangen an den Speisen- und Getränkeausgaben. "Geht leider aus rechtlichen Gründen nicht", entschuldigte ein Freund der Familie den Stau bei der Bewirtung. Eine Behörde schreibe die Zahl des Bedienungspersonals vor. Schader und seine Frau Andrea hatten sich "ganz spontan" zum Festbesuch entschieden und ihre drei Jahre alte Tochter Paloma mitgenommen.

Aus einem Kiefernstamm hatte der Löwensteiner Holzkünstler Oliver Clauss mit seiner Motorsäge einen grimmigen "Seegeist" geformt und ausgehöhlt. Von der Seeinsel blickte das Maskengesicht in Richtung Ufer. "Das sieht bestimmt gut aus, wenn der später ausbrennt", meinte der Künstler zu seinem Werk, das zu später Stunde als Schwedenfackel diente.

An der Cocktailbar sorgten Marisa Schoch und Barbara Lempp für Getränkenachschub. Die Besucher genossen entspannt den Abend und nach 22 Uhr die Feuershow am Seeufer, das stimmungsvoll mit Fackeln illuminiert war.