Fichtenberg Fichtenberger lädt zur Bürgerinformation - Fragen und Antworten zur 30er-Zone

Spielstraßenschild an der Marktplatz-Ausfahrt in Fichtenberg. Da im gesamten Ortskern die Rechts-vor-links-Regelung gelten soll, müsste das Schild versetzt oder die Verkehrsberuhigung komplett aufgehoben werden.
Spielstraßenschild an der Marktplatz-Ausfahrt in Fichtenberg. Da im gesamten Ortskern die Rechts-vor-links-Regelung gelten soll, müsste das Schild versetzt oder die Verkehrsberuhigung komplett aufgehoben werden. © Foto: Karl-Heinz Rückert
Fichtenberg / KARL-HEINZ RÜCKERT 11.10.2014
Um die neue 30er-Zone gings bei der Bürgerversammlung am Mittwoch in Fichtenberg. Eine Grundsatzdebatte fand nicht statt. Diskutiert wurden vor allem Details, die vielen unverständlich erscheinen.

Die Einrichtung der 30er-Zone im Fichtenberger Hauptort hat die Einwohnerschaft gespalten. Bei der Bürgerversammlung und Informationsveranstaltung am Mittwoch in der Gemeindehalle wurde jedoch sachlich und moderat diskutiert. Vielleicht lag es auch am Interesse. Die Besucher füllten den Raum nur spärlich. Gemeinderäte wie Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung zeigten jedoch Präsenz.

Den Puls der Bevölkerung zu einzelnen Themen direkt zu spüren, hilft nicht nur bei der Entscheidungsfindung. Bei einer Meinungsumfrage im e-Bürger-Portal hatten sich zur Einführung der 30er-Zone im Hauptort 138 Bürger mit Lob und Kritik geäußert (die RUNDSCHAU hat berichtet).

Problematsich seien die Straßen Sonnenrain, Jakobsgasse und der Marktplatzbereich, führte Bürgermeister Roland Miola aus. Da hier Spielstraßenschilder aufgestellt sind, ist die Rechts-vor-links-Regelung aufgehoben. Um gleiche Voraussetzungen für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen, müssten die Spielstraßenschilder versetzt oder die Verkehrsregelung komplett aufgehoben werden.

Kritisiert wird vor allem, dass die geschwindigkeitsbeschränkende Zone auf der Erlenhofer Straße nicht den Bereich bis zur Einmündung der Hoflochstraße umfasse. Dort queren häufig Kinder auf dem Weg zum Diebachspielplatz die Straße. Tempo 30 ist hier aber nicht zulässig, wurde bei der Verkehrsschau durch die Verkehrsbehörde des Landratsamts festgestellt. Es fehle die beidseitige Bebauung.

Als untauglich und nicht empfehlenswert, weil nicht rechtsverbindlich, wurden auch Markierungen auf der Straße, die auf die Vorfahrtsregelung hinweisen, eingeschätzt. Erfreulich für den Rathauschef war, dass die Polizei keine Unfälle nach der Einführung der 30er-Zone registrieren musste. Er führte dies auf das Verständnis und die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer zurück. Ein Zebrastreifen in der Bahnhofstraße im Bereich der Bushaltestelle ist durch die 30er-Regelung genauso wenig erforderlich wie die Anliegerbeschränkung im Kirchweg. Die Einschränkung sei wegen der dortigen Fahrbahnbreite nicht praktikabel, so die Einschätzung bei der Verkehrsschau. Das gesamte Paket wird nun noch einmal dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt.

Rückbau der Hauptstraße im Frühjahr - Landesstraße auf der Schanz wird saniert

Straßenbau Einiges tun wird sich bei der Ortsstraßensanierung durch Instandsetzungsprogramme. Zug um Zug sollen Ortsstraßen umgebaut werden - "wenns Geld nicht ausgeht", versprach Bürgermeister Miola. Konrad Mandl, der im Rahmen des Osterferienprogramms mit Kindern Randstreifen in der Bahnhofstraße gestaltet hatte, erntete reichlich Beifall. Mit dem Rückbau der Hauptstraße ist im Frühjahr zu rechnen. Nicht einbezogen ist der Bereich von der Einmündung Erlenhofer Straße bis zur Umgehungsstraße. Hier müssen mit dem Landkreis als Träger der Straßenbaulast noch Gespräche geführt werden. In den nächsten beiden Monaten wird die Landesstraße über die Schanz saniert. Auch der Ausbau des Radwegs von der Schanz in Richtung Plapphof ist geplant.

Jubiläum Für die 1200-Jahr- Feier der Gemeinde Fichtenberg im Jahr 2016 stehen bereits einige Programmpunkte fest. Ein Festwochenende soll es geben. Örtliche Vereine sind dabei, das gesamte Jubiläumsjahr mit Veranstaltungen zu begleiten. "Private Ideen und Initiativen zur Gestaltung des Gemeindejubiläums sind ebenfalls gerne willkommen", warb der Bürgermeister.

KR

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