Das Datum 26. Mai 2019 rückt näher. 20 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich auf zwei Listen um 14 Sitze am Ratstisch der Gemeinde Oberrot. Acht schickt die Unabhängige Bürgerliste und zwölf die Freie Bürgerliste Oberrot ins Rennen.

Der Gemeindewahlausschuss unter Leitung von Gemeinde­oberamtsrat und Hauptamtsleiter Martin Hofmann hatte die eingereichten Vorschläge für die Wahl des künftigen Gemeinderats geprüft und zugelassen. Mit einer Berichtigung wurden die Namen mit Datum vom 11. April 2019 auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Die beiden Listen bergen durchaus Überraschungen. Klaus Setzer, der sich seit 35 Jahren für kommunale Belange einsetzt und dessen Arbeit hochgeschätzt ist, tritt demnach nicht mehr an. Karola Müller ist seit 15 Jahren und Pius Frey seit zehn Jahren Ratsmitglied. Sie wollen ebenfalls Platz machen für neue Kräfte. Das gilt auch für Marco Baumann, der im Juli vergangenen Jahres für Martin Bisko nachgerückt war. Die langjährigen Gemeinderäte Klaus Kübler, Eintritt im Jahr 1994, Martin Klenk (1999) sowie Uli Roll und Achim Fritz (2004) streben dagegen eine weitere Dienstzeit an.

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Kandidaten aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen

Mit vier Kandidatinnen ist der Frauenanteil eher gering, dafür sind auf den Wahllisten Bewerberinnen und Bewerber aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen und aus so ziemlich allen Ortsteilen vertreten. Mit Sebastian Steinle und Pascal Heilmann sind zwei Kandidaten der jungen Generation in den Listen verzeichnet. Bei einer derartigen Vielfalt ist Spannung vorprogrammiert.

Egal wie sich der Gemeinderat künftig zusammensetzt, die nächste Legislaturperiode wird für die Räte kein Zuckerschlecken. In den zurückliegenden Monaten wurden diverse Projekte angestoßen, die es zügig umzusetzen gilt. Dazu zählt die Erschließung des Neubaugebiets Fichtäcker-Erweiterung, was zur Folge hat, dass die Kommune mit ihren rund 3550 Einwohnern wächst. Das wiederum bedeutet, dass weitere Betreuungsplätze in den Kindergärten geschaffen werden müssen, was Investitionen in mehrfacher Millionenhöhe nach sich zieht.

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Zeitnah steht auch die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Hausen an. Das alles zehrt an den kommunalen Finanzen, weshalb sparsames Haushalten angesagt ist. Unmut unter den Bürgern schafft der Umfang der geplanten Erweiterung der Musterhaussiedlung in Hohenhardtsweiler und insbesondere die Zufahrt, aber auch der Aufbau der Mobilfunkversorgung am Standort Suhlbühl nahe dem Ortsteil Stiershof.

Anlass zur Freude gibt dagegen die Einweihung des neuen Feuerwehrgebäudes am zweiten Wochenende im Mai. Und die „goldene Hochzeit“ im kommenden Jahr wirft auch schon ihre Schatten voraus. Im Dezember 1969 hatten die Gemeinderäte von Oberrot und Hausen für den Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Gemeinden gestimmt. Es warten große Herausforderungen und viel Arbeit auf den neuen Gemeinderat.

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