Waldtann Feuerwehrhaus in Waldtann wurde seiner Bestimmung übergeben

WOLFGANG RUPP 14.09.2013
Viele Köpfe und viele Hände waren an der Planung und am Bau des Feuerwehrhauses in Waldtann beteiligt, das am Donnerstagabend mit Stolz präsentiert wurde und morgen besichtigt werden kann.

Am Ortseingang von Waldtann ist nach gut 14-monatiger Bauzeit "ein sehr schönes, funktionales und unseren Anforderungen genügendes Gebäude entstanden", freute sich Bürgermeister Robert Fischer bei der Einweihungsfeier über das gemeinsam geschaffene Werk. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei allen mitwirkenden Kräften zu bedanken, dem Gemeinderat, Architekt Andreas Günther aus Schnelldorf, der die Anforderungen an ein Feuerwehrgebäude und die besonderen Vorgaben des Brandschutzes nicht nur geplant und zu Papier gebracht, sondern auch mit den Handwerkern, Unternehmen und den Fachingenieuren, Büro Fetzer aus Rot am See ( Elektrotechnik) und Büro Bunse aus Heilbronn (Heizung, Lüftung und Sanitär) entsprechend umgesetzt habe. "Wir hatten das große Glück, dass wir ausschließlich hervorragende Handwerksbetriebe und Unternehmen mit sehr kompetenten und motivierten Mitarbeitern hatten, die eine sehr qualifizierte, hervorragende und vorbildliche Arbeit abgeliefert haben", freute sich der Bürgermeister.

Sein Dank galt auch Bezirksbrandmeister Frieder Lieb und Kreisbrandmeister Werner Vogel und Kollegen für die Unterstützung bei Planung, Genehmigung und Gewährung der Zuschüsse sowie dem Gemeindebauhof, der auch die schmucke Außenanlage nach den Plänen von Gartengestalterin Christiane Karger bepflanzt hat. Seinen besonderen Dank richtete er an den örtlichen, ehrenamtlich tätigen Bauleiter "der an manchen Tagen länger auf der Baustelle gewesen ist als zu Hause": Feuerwehrkommandant Dieter Jörg. Er habe schon im Vorfeld seine jahrzehntelange Erfahrung eingebracht, den Bau begleitet, gesteuert "und den Charakter dieses Gebäudes absolut positiv geprägt". Bürgermeister Fischer dankte Dieter Jörg für diese "tolle Leistung" und überreichte ihm unter dem Applaus der Einweihungsgäste eine Urkunde und einen Kaffeeautomaten.

Fischer freut sich auf die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Kreßberg, die jetzt und für die nächsten Jahrzehnte zeitgemäß untergebracht sei. Er wünschte den Feuerwehrleuten, dass sie sich in dem Gebäude wohl und heimisch fühlen und nach einem Einsatz ohne gesundheitliche und psychische Schäden in das Feuerwehrhaus zurückkehren. Der Bürgermeister, der Kommandant und weitere Feuerwehrmänner führten nach der Feier durch das Haus, das im Zuge des Feuerwehrkonzeptes 2010 realisiert worden ist. Aus ehemals vier wurden die zwei Abteilungen Nord (Leukershausen und Mariäkappel mit dem 2008 erbauten Feuerwehrhaus in Haselhof und Süd (Waldtann und Marktlustenau mit dem Gebäude in Waldtann).

"Die Gemeinde hat alle Voraussetzungen für eine hoch qualifizierte Ausbildung und reibungslosen Feuerwehrdienst geschaffen", freute sich Kommandant Dieter Jörg, der den Gästen die neue Einrichtung (siehe auch HT-Freitagausgabe) detailliert vorstellte, während Architekt Andreas Günther die wichtigsten technischen Daten dieses Gebäudes mit einem umbauten Raum von 4185 Kubikmetern und einer Nutzfläche von 920 Quadratmetern erläuterte. Weil es keine Schlösser, sondern einen elektronischen Zugang gibt, gab es keine symbolische Schlüssel-, sondern eine Leiterübergabe. Dieses Gerät sei vielseitig einsetzbar, so der Architekt. "Dieses Projekt wurde zur richtigen Zeit angepackt und mit vereinten Kräften geschultert", betonte Kreisbrandmeister Werner Vogel, "und damit ein Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Kreßberg gesetzt."