Ilshofen Feuerwehren üben bei Firma in Ilshofen für den Ernstfall

Ilshofen / MARTIN BRENNER 27.07.2013
Die Feuerwehr hat mit einer Großübung in einer Ilshofener Firma für den Ernstfall geübt. Die neue Führungsgruppe, die für mehrere Gemeinden aufgebaut wird, sammelte dabei praktische Erfahrungen.

Am Montagabend um Punkt 19.32 Uhr wird die Brandmeldeanlage der Firma Bausch + Ströbel in Ilshofen ausgelöst. In den weitverzweigten Kellergängen gab es eine Verpuffung. Die Feuerwehrleute kämpfen mit starkem Rauch, mehrere Menschen müssen aus dem Gebäude evakuiert werden, einige werden noch vermisst.

Die hier geschilderte Situation war nur gestellt: Es war eine Großübung, um so gut als möglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Der Brandschutzbeauftragte Matthias Frank und Hermann Häfner, Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Ilshofen, hatten mit Helfern die Großübung vorbereitet. 17 Azubis wurden von der Schminkgruppe des Roten Kreuzes präpariert. Markus Vogt aus Ilshofen brachte den Einsatzleitwagen des Landkreises in Position, damit der Funkverkehr besser funktionierte.

Die Einsatzleiter, Kommandant Helmut Böhringer und Zugführer Andreas Arnold von der Freiwilligen Feuerwehr Ilshofen, waren nach dem Alarm als Erste an der Brandmeldezentrale. Dann wurden die nachrückenden Kräfte an die Firmenhalle geschickt. Als der Einsatzleitung das große Ausmaß des Schadens klar war, forderte sie die Feuerwehren aus Braunsbach, Obersteinach und Wolpertshausen an. Die sogenannte Schnelle Einsatzgruppe des Roten Kreuzes Crailsheim wurde ebenso kontaktiert, damit die vielen vermeintlich Verletzten versorgt werden konnten.

Für solche Großschadenslagen wird für die Gemeinden Braunsbach, Ilshofen, Kirchberg, Vellberg und Wolpertshausen derzeit eine Führungsgruppe aufgebaut. Sie soll die Führungskräfte der Feuerwehr unterstützen und ihnen Aufgaben abnehmen. Die Führungsgruppe sammelte bei der Übung Erfahrungen. Aus Ilshofen waren vier Fahrzeuge und 22 Mann im Einsatz, aus Braunsbach, Obersteinach und Wolpertshausen, je ein Fahrzeug mit neun Mann. Die Führungsgruppe war mit sechs Kameraden, die Einsatzgruppe aus Crailsheim mit vier Fahrzeugen und 15 Mann vor Ort.