Der Feuerwehrbedarfsplan aus dem Jahr 2010 verlor mit Jahresende 2015 seine Gültigkeit. Den überarbeiteten stellten Kommandant Ewald Wurst und Kreisbrandmeister Jürgen Mors in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. "Eine hoch interessante Lektüre", befand Klaus Setzer, da sie nicht nur Aufschluss über Zahlen und Fakten des Feuerwehrwesens, sondern auch über Einwohnerzahlen in den einzelnen Ortsteilen oder die verschiedenen Gewässer gebe. "Applaus für Frau Walch", rief er, denn sie habe die Hauptarbeit geleistet. Dieser Aufforderung schlossen sich Gemeinderäte und Besucher gerne an. Bürgermeister Daniel Bullinger bedankte sich bei allen Beteiligten für die Zusammenarbeit.

Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses konzentriert sich alles auf den Standort Oberrot. Ohnehin hätten sich, so ist im Bedarfsplan zu lesen, die Abteilungen Oberrot und Hausen in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer funktionieren Einheit entwickelt. Durch die Einführung der digitalen Alarmierung im vergangenen Jahr seien weitere "Abteilungskriterien" aufgehoben worden. "Das Vereinsleben in Hausen darf aber beibehalten werden", riet Daniel Bullinger. Die Konzentration ist demnach ein wichtiger Baustein, um künftige Aufgaben gut lösen und Zeitvorgaben einhalten zu können. Mehrfach habe sich gezeigt, führte Kommandant Ewald Wurst aus, dass der rasche Einsatz von Bauhofmitarbeitern, die zugleich ausgebildete Feuerwehrkräfte sind, von Vorteil ist. Nicht zuletzt gab das den Ausschlag, den alten Standort für den Neubau, der noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll, beizubehalten. Dank zollte Wurst allen Firmen, die ihre Mitarbeiter für Tageseinsätze freistellen.

Die Bewertung der Leistungsfähigkeit der Gemeindefeuerwehr zeigt durchweg positive Aspekte, auch was die Ausstattung mit Fahrzeugen und Geräten betrifft. Von Vorteil erweist sich ebenso die Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren. Die höchstzulässige Eintreffzeit von zehn Minuten für die erste Einsatzeinheit könne bei Schadensereignissen in den Hauptorten sowie bei den größeren Gefahrenpunkten eingehalten werden, so Kommandant Wurst. Durch die weit verzweigte Gemeinde und ihre topografische Lage seien Überschreitungen jedoch nicht immer zu vermeiden. Dies gelte besonders für die Bereiche Wolfenbrück, Marbächle und Marhördt. Selbst durch die interkommunale Zusammenarbeit mit Murrhardt oder Grab ließe sich keine Verbesserung erreichen. Zu guter Letzt wurde Kreisbrandmeister Mors verabschiedet. Er quittiert im Herbst den Dienst.