Ehrenamt Feuerwehr-Kreisverbandsvorsitzender Fetzer tritt weiter an

Feuerwehr-Kreisverbandsvorsitzender Alfred Fetzer (links) verleiht die goldene Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg an den Ersten Landesbeamten Michael Knaus.
Feuerwehr-Kreisverbandsvorsitzender Alfred Fetzer (links) verleiht die goldene Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg an den Ersten Landesbeamten Michael Knaus. © Foto: Oliver Färber
Vellberg / Oliver Färber 19.06.2018
Bei der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbands in Vellberg-Großaltdorf wird dessen Vorsitzender wieder gewählt. Er will sich unter anderem für mehr Zuschüsse einsetzen.

Alfred Fetzer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rot am See, bleibt gleichzeitig der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Schwäbisch Hall. 2011 hatte er das Amt übernommen. Bei der Delegiertenversammlung aller Feuerwehren aus dem Landkreis am Sonntag in der Turn- und Festhalle Großaltdorf fielen alle 67 möglichen Stimmen bei der Wiederwahl auf ihn.

Zuvor hatte er betont, dass er erneut kandidiere, weil es ihm Freude bereite, die Feuerwehren im Kreis weiter gemeinsam voranzubringen. Wobei das „gemeinsam“ durchaus mehr beim Wort genommen werden sollte: „Unterstützt mich mehr als bisher“, meinte Fetzer. Zur Verbandsarbeit gehöre es, viele Termine wahrzunehmen, zu präsentieren, aufzuklären, was der Verband leiste und von dessen Leistungen zu überzeugen. „Diese Herausforderung gilt es, auf viele Schultern zu verteilen“, stellte Fetzer klar. In der heutigen Zeit bliebe zwar wenig Freizeit – aber das Ehrenamt müsse am Leben gehalten werden.

Dass die Feuerwehr auf vielfältige Weise auch Freude bedeute, gelte es zu vermitteln. So könne Zulauf für das Ehrenamt geschaffen werden.

Weniger Zuschüsse für Wehren

Ärgerlich – auch für die Ehrenamtlichen im Landkreis Schwäbisch Hall – sei ein Vergleich unter den vier Regierungspräsidien (RP) in Baden-Württemberg. Dabei sei bemerkt worden, dass die Bezuschussungsrate bei Investitionen für die Feuerwehren im – auch für Hohenlohe zuständigen – Bereich des RP Stuttgart mit 52 Prozent hinter der aller anderen liege. Gemeinsam mit dem Landesverband wolle man nun darauf drängen, dass sich dies bald ändere.

An vielen Stellen seien Fetzer und seine Mitstreiter aktiv. Unter anderem gebe es am 3. November zwei Fachvorträge, die bereits 2017 bei der Großveranstaltung der Feuerwehren in der Arena Ilshofen gut angekommen seien. Diesmal soll es um Einsatzhygiene und Biogasanlagen gehen.

Gute Nachrichten hatte Kreisjugendwart Thomas Haas mitgebracht – nämlich, dass es einen deutlichen Anstieg der Mitgliederzahlen beim Feuerwehrnachwuchs gab. Die Zahl der Grundschüler in den Kindergruppen sei um 10 Prozent auf rund 200 gewachsen, 25 Prozent davon machten Mädchen aus, was ein Vorteil sei. „Wir sind noch nicht am Ziel. Aber die neue Dynamik tut unserer Jugend gut“, sagte Haas.

Förderungen nutzen

Nach vier Jahren im Amt legte er eine Zwischenbilanz ab. Vor allem kritisierte er, dass Gelder, die der Landkreis für die Jugendarbeit zur Verfügung stelle, an manchen Stellen zu sehr in der Verwaltung versickere. „Das muss besser werden. Die müssen gezielter ankommen“, so Haas.

Kreisstabsführer Friedrich App berichtete von der Arbeit der zwei Musikzüge der Wehren im Landkreis, Gerhard Braun als Obmann von den sehr rührigen Alterskameraden. Vellbergs Bürgermeisterin Ute Zoll und der Erste Landesbeamte Michael Knaus lobten die Arbeit der Ehrenamtlichen – vor allem bei den erneuten Unwettereinsätzen: „Ihr habt wieder super und gut gearbeitet“, sagte er. Nikolaos Sakellariou als Kreistagsmitglied echauffierte sich darüber, dass ehrenamtliche Helfer beim Einsatz auch noch angegangen werden.

Mitgliederzahlen der Feuerwehren im Landkreis

Bei der Versammlung berichtete Alfred Fetzer unter anderem von den Ereignissen 2017 und über die Stärke des Verbands. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute im Landkreis Schwäbisch Hall lag am 31. Dezember bei 2978 – und damit wieder knapp unter der 3000er-Marke. Unterstützung bekommen die aktiven Feuerwehrleute von 722 Mitgliedern aus den Altersabteilungen. Die zwei Musikzüge setzen sich aus 63 Mitgliedern zusammen. Für den Nachwuchs sorgen 794 Mitglieder in den Kinder- und Jugendabteilungen. Mit ein Grund für den Zuwachs von 2 Prozent, so Kreisjugendwart Thomas Haas, sei die Neugründung einer Kindergruppe 2017 in Stimpfach. fär

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