Bei der Hauptversammlung in der Stadthalle gab Stadtbrandmeister Peter Hanselmann einen kurzen Überblick über Einsätze, Veranstaltungen und Lehrgänge, die von 101 Mitgliedern der Gesamtwehr absolviert wurden.

Sven Dittes, Kommandant der Abteilung Michelbach/Heide, berichtete von neun Einsätzen und dem Neubau des Michelbacher Gerätehauses, das demnächst fertiggestellt wird. Die Abteilung Dünsbach mit Kommandant Friedrich Reingruber wurde 2015 zu vier Einsätzen gerufen. Der Amlishagener Abteilungskommandant Heiko Guttknecht bilanzierte zwölf Einsätze, die Abteilung erhielt zudem ein neues Einsatzfahrzeug. Die Gerabronner Hauptabteilung unter ihrem Abteilungskommandanten Matthias Trumpp hatte mit ihren 43 Wehrmännern 54 Einsätze im Vorjahr zu bewältigen.

Die größte Herausforderung für die Gerabronner Feuerwehr stellte der Einsatz an der Jagst nach dem Mühlenbrand in Lobenhausen dar. Über mehrere Tage hinweg musste der mit Düngemitteln kontaminierte Fluss belüftet werden. Die Kräfte der Feuerwehr Gerabronn waren 1100 Stunden an der Jagst im Einsatz, davon entfielen 630 Stunden auf die Hauptabteilung. Knapp 200 Schläuche wurden verlegt und über 2000 Liter Kraftstoffe verbraucht.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm lobte den Einsatz der Feuerwehr. Dieses Pensum an freiwilliger Leistung lasse sich weder finanziell noch anderweitig ersetzen. So wurde die Feuerwehr auch im Zusammenhang mit dem Jagsteinsatz in den Medien sehr gelobt.

Was ihm aber bei der Berichterstattung nicht gefallen habe, waren die Aussagen eines einzelnen Redakteurs darüber, was man bei dem Löscheinsatz an der Mühle möglicherweise hätte besser machen können. Es könne nicht sein, dass jemand ohne fachliche Kompetenz den am Einsatzort agierenden Spezialisten ihren Einsatz erklären will, sagte Schumm.

Kreisbrandmeister Werner Vogel, der sich dieser Kritik anschloss, widmete sich dem Thema "Einsatzort Zukunft" vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Doppelmitgliedschaften, die Kinderfeuerwehr und die Einbindung der Alterskameraden in den Feuerwehralltag seien nur einige Werkzeuge, die zur Neugewinnung und Bindung von Mitgliedern zur Verfügung stünden. Wichtig seien Feuerwehren, die die zunehmende Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln, sagte Werner Vogel.

Für 40-jährigen Dienst in der Feuerwehr wurden Christoph Kurr, Norbert Hartstock, Gerhard Zott und Hermann Renner mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber erhielt Peter Ruff für 25 Jahre Zugehörigkeit. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Robin Donath, Philipp Herrscher und Martin Scholz befördert sowie Steffen Kist zum Hauptfeuerwehrmann. Alexander Düring und Christian Schmidt erhielten die Beförderung zum Löschmeister.