Mit einer neuen Idee und ihrer Umsetzung „Made in Feuchtwangen“ haben es zwei junge Unternehmen zuerst auf die Skipisten und dann in die VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft.

Die eine ist die Firma Clew, die sich Clou ausspricht und mit ihrem neuen Produkt einen solchen landen will. Dahinter stecken Johannes, Jakob und Matthias – drei Freunde aus München, für die Snowboarden zum Winter gehört wie der Schnee zu den Bergen. Und da ist Tim Riedmüller, Geschäftsführer der Layer Manufactory in Feuchtwangen, der das Know-how und die Technik besitzt, um diese Idee umzusetzen.

„Höhle der Löwen“-Besucher „Clew“ haben sich neue Snowboardbindung patentieren lassen

Clew hat eine Snowboardbindung entwickelt, die „alle Vorteile bisheriger Bindungen in einem Produkt kombiniert“, wie die Tüftler selbst sagen. Ihre Bindung ist nicht an Boards bestimmter Marken gebunden, sondern kann herstellerunabhängig verwendet werden. Sie besteht aus zwei Teilen, dem „Highback“, das an jeden beliebigen Softboot geschnallt werden kann, und einer „Base“, die fest auf das Snowboard montiert wird. Beide Teile können durch einfaches Auftreten miteinander verbunden werden. Den innovativen Verschlussmechanismus hat Clew patentieren lassen.

Layer Manufactory stellt essenzielle Teile der Bindung per 3D-Druck her

Die neue Bindung ist das Ergebnis eines iterativen Prozesses, bei dem mehrere Prototypen entwickelt, getestet und optimiert wurden. Hierbei spielt Tim Riedmüller die Hauptrolle, der sich mit seiner Firma „Layer Manufactory“ in Feuchtwangen selbstständig gemacht und der die Kunststoffteile der Bindung gedruckt hat. „Wir haben rund 15 verschiedene Prototypen produziert“, sagt Riedmüller und ist stolz darauf, „dass sie die ISO-Tests so souverän bestanden haben“.

Riedmüller war schon während seiner Lehre zum Werkzeugmechaniker von den Möglichkeiten des 3D-Drucks fasziniert. Mit seinem detaillierten Businessplan konnte er die Banken überzeugen, ihm das Startkapital von 400.000 Euro zu finanzieren. Seither übernimmt seine Firma die additive Fertigung von Kunststoffbauteilen und, falls keine 3D-Daten vorhanden sind, die Digitalisierung von Objekten. Riedmüller sieht vor allem für den Sondermaschinenbau, wie er in der Region hauptsächlich für Verpackungsmittel stark vertreten ist, große Einsatzmöglichkeiten. Denn drucken könne man „on Demand“ und in sehr kleinen Losgrößen. „Wir können Polyamid-Verbindungen herstellen, die biokompatibel und sogar im Lebensmittelbereich zugelassen sind“.