Bühlerzell Festakt zum Vierzigsten: Jubiläum der Bühlerzeller Jugendfeuerwehr

Bühlerzell / FABIAN SCHMIDT 10.09.2013
Drei Ereignisse gibt es in Bühlerzell zu feiern: Zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr erhält sie ein neues Fahrzeug. Zudem pflegen die Bühlerzeller seit 35 Jahren eine Partnerschaft mit St. Koloman.

"Vor 40 Jahren sammelten die Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr noch Altpapier, um sich vom Erlös eigene Uniformen kaufen zu können", erinnert sich Rudi Kohnle, der selbst zwei Jahre später in die junge Truppe eintrat. Seitdem ist er den Kameraden treu geblieben und mittlerweile seit sieben Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bühlerzell.

Mit einem Festakt wurde am Wochenende das Jubiläum gefeiert. Die Bühlerzeller Jugendfeuerwehr ist eine der ältesten des Landkreises. Diese Gelegenheit nutzte die Gemeinde, um den neuen MTW (Mannschaftstransportwagen) offiziell zu übergeben. Finanziert wurde der Transporter hauptsächlich aus der eigenen Sonderkasse sowie durch einen Zuschuss vom Land. Dank viel ehrenamtlichem Engagement konnte der Preis niedrig gehalten werden, wie Bürgermeister Franz Rechtenbacher in einer Ansprache beim Festakt betonte. Im kommenden Jahr seien die Einsatzfahrzeuge der Aktiven an der Reihe - zwei neue sollen angeschafft werden.

Neben dem Jubiläum der Jugendfeuerwehr gab es noch mehr zu feiern. Einige Gäste aus der österreichischen Partnergemeinde St. Koloman waren ebenfalls anwesend, um gemeinsam das 35-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern. St. Kolomans Bürgermeister Willi Wallinger freute sich nach sechseinhalb Stunden Fahrt darüber, seine "Freunde in Bühlerzell" wiederzusehen. Natürlich ließ auch er es sich nicht nehmen, die Jugendfeuerwehr zu beglückwünschen.

Unter den Gratulanten waren auch Nadine Engelhardt, Kreisvorsitzende der Jugendfeuerwehren, sowie Vize-Kreisbrandmeister Volker Damm. Beide betonten, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr sei. Dies war erst kürzlich bei einem Wohnungsbrand in Bühlerzell deutlich geworden. Die Jugendfeuerwehr leiste für Einsätze wie diese einen optimalen Grundstein und vermittle außerdem soziale Kompetenz und Teamgeist.

14 Jungs zählt die Jugendfeuerwehr der Gemeinde, momentan unter Jugendwart Rudi Wengert. Dieser sieht die Entscheidung vor 40 Jahren, die Jugendfeuerwehr zu gründen, als sehr "weise und vorausschauend" an. Was in der Jugendfeuerwehr geübt wird, kommt später im Ernstfall zum Einsatz. Das weiß auch Kommandant Rudi Kohnle zu schätzen: Er selbst war, wie mehr als die Hälfte der aktiven Feuerwehrmitglieder, schon in der Bühlerzeller Jugendfeuerwehr. Alle zwei Wochen trifft diese sich zu Lösch- oder Technikübungen sowie Einsatzsimulationen im eingenebelten Haus, berichtet Sebastian Schmid. "Bei schweren Übungen helfen auch mal die Aktiven", ergänzt Benedikt Butzer. Die 15- und 16-jährigen Jungs sind seit mehr als drei Jahren dabei. Manchmal geht es aber einfach nur zum Schwimmen oder Hamburger-Essen mit den jungen Kameraden.

"In den 40 Jahren hat sich vieles verändert in der Jugendfeuerwehr", so Jugendwart Rudi Wengert. Mittlerweile habe das Thema Hilfeleistung einen hohen Stellenwert, außerdem solle den Jugendlichen ein Werteverständnis mit auf den Weg gegeben werden. Zum Jubiläum wurden der Jugendfeuerwehr neue Uniformen samt Helmen spendiert - heute müssen die Jugendlichen dafür nicht mehr Altpapier sammeln gehen.

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