Der Verein wollte einen Standort östlich von Waldtann an der Straße nach Marktlustenau, südlich des Umspannwerks der ENBW, für seine Zwecke nutzen. Da die Zufahrt zu diesem Gelände aber nur über einen frisch gesperrten Feldweg hätte erfolgen können und man diesen wieder teilweise für den Verkehr hätte öffnen müssen, lautete die Empfehlung von Bürgermeister Robert Fischer an den Gemeinderat, das Einvernehmen nicht zu erteilen. Ein "Anlieger frei"-Schild dort anzubringen, sei keine Lösung. Das sei, "wie wenn man nix aufstellt", urteilte der Schultes, der froh ist, dass der von Ortskundigen oft als Schleichweg genutzte Feldweg jetzt beruhigt ist.

Die Mehrheit - zwölf Gemeinderäte - folgte Fischers Vorschlag, es gab drei Enthaltungen und eine Gegenstimme. Damit wurde das Ansinnen des Canis Fidelis zum zweiten Mal abgelehnt. Für ein potenzielles Vereinsgrundstück am östlichen Ortsrand von Marktlustenau hatte es im Gemeinderat Ende 2013 einen negativen Entschluss gegeben.

Anwesende Mitglieder des Hundevereins fragten in der Bürgerfragestunde, ob das Votum der Räte anders ausgefallen wäre, wenn von der Straße nach Marktlustenau her eine Zufahrt bewerkstelligt werden könne, was laut Bauamt möglich sei, so die Hundefreunde. Nach einer kurzen, aber hitzigen Diskussion (Fischer: "Wir sind hier nicht auf dem Schweinemarkt.") gingen die Hundesportler von dannen, mit der Ankündigung, für das Gelände erneut eine Bauvoranfrage einzureichen unter Berücksichtigung des etwaigen Zugangs von oben.