Langenburg Farmbau übernimmt Terex-Areal

Handelseinig: Terex-Geschäftsführer Peter Hirschel, Farmbau-Inhaber Wolfgang Maier, Bürgermeister Wolfgang Class und Farmbau-Vertriebsleiter Harald Maier (von links) vor dem Langenburger Terex-Werk. Foto: Mathias Bartels
Handelseinig: Terex-Geschäftsführer Peter Hirschel, Farmbau-Inhaber Wolfgang Maier, Bürgermeister Wolfgang Class und Farmbau-Vertriebsleiter Harald Maier (von links) vor dem Langenburger Terex-Werk. Foto: Mathias Bartels
Langenburg / MATHIAS BARTELS 28.07.2012
Jetzt ist es amtlich: Die Farmbau Fertigsysteme GmbH übernimmt das Terex-Betriebsgelände in Langenburg. Neben der Farmbau-Ansiedlung soll das Areal weiteren Firmen als Innovationszentrum dienen.

Die Ideen gehen Farmbau-Inhaber Wolfgang Maier und seinem Team nicht aus. Nach der Übernahme des Feriendorfs Roseneck und dessen Umgestaltung zu einer Wellness-Oase, die im nächsten Frühjahr eröffnet werden soll, freut sich Maier über den Terex-Coup. Auf dem 26 000 Quadratmeter großen Gelände, das über rund 11 000 Quadratmeter Produktions- und Büroflächen verfügt, soll für Unternehmer und Gewerbetreibende ein Innovationszentrum samt Gewerbehof entstehen. Laut Maier gibt es bereits "etliche Interessenten aus Handwerk und Dienstleistung".

Einen Großteil allerdings wird die Farmbau GmbH selber nutzen und damit den Firmensitz vom Teilort Atzenrod nach Langenburg in die Schaeffstraße verlagern. "Für uns ist dann endlich Schluss mit dem zu engen Raum am Stammsitz", meint Wolfgang Maier, "und Platz für Farmbau, Büro, Produktion, Lager und mögliche Erweiterungen." Bis zum Jahresende wird die Immobilie allerdings von Terex weiter genutzt, die hier nach wie vor ihre Zylinder produzieren wird.

Die weitläufigen Außenanlagen mit mehr als 300 Parkplätzen direkt am Gelände, separate Zugänge, getrennte Hallen - viele davon mit Krananlagen - die Nähe zur Altstadt und das Bürogebäude mit Aufzug und einem sensationellen Panoramablick auf Langenburg aus der fünften Etage machten den Standort für zahlreiche Interessenten attraktiv, ist Maier überzeugt. "Erst mal steht aber eine gründliche Gebäudesanierung an", lässt Maier wissen. Danach soll eine neue Halle gebaut werden. "Das Baugesuch läuft", weiß Maier, was Bürgermeister Wolfgang Class bestätigt.

Class ist einerseits natürlich betrübt, dass mit Terex ein alt eingesessenes Langenburger Unternehmen zum Jahresende nach rund 80-jähriger Präsenz seinen Gründungsstandort aufgibt und vollends die Stadt verlässt. "Für Gerabronn, wohin die Abteilung umzieht, ist das sicher eine positive Meldung", sagt Class. Mit der Übernahme und dem Einzug von Farmbau sieht der Bürgermeister aber auch Positives für seine Kommune: "Es bleiben Arbeitsplätze hier, und es entstehen wahrscheinlich sogar neue." Positiv sieht er den Übergang von Terex zu Farmbau auch, weil so vermieden werden könne, dass in bester Lage eine Gewerbebrache entsteht. "Für einen Fremdenverkehrsort wäre das eine Katastrophe", sagt er.

Terex-Geschäftsführer Peter Hirschel, Werksleiter in Crailsheim, erklärte, den am Ort verwurzelten Mitarbeitern sei deutlich geworden, dass der Umzug notwendig sei. Gerabronn bezeichnete Peter Hirschel "als künftig sicheren Terex-Produktionsstandort".

Farmbau-Vertriebsleiter Harald Maier erwähnt, dass Planungen im Gange seien, das komplette Areal mit erneuerbarer Energie aus der nahegelegenen Biogasanlage in Ludwigsruhe zu beheizen - eine Investition, die auch der sanierungsbedürftigen Langenburger Stadthalle zugutekommen könnte. Zudem, so Harald Maier, könnten im Falle des Gewerbehofs zum Beispiel durch die bereits vorhandene Kantine oder einen gemeinsamen Empfang Synergien genutzt werden. Sein Bruder Wolfgang Maier: "Ziel ist ein lebendiges Miteinander."

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