Region EU-Kommission will Programme bündeln

Region / SWP 11.04.2012
Fast 5,5 Millionen junge Menschen unter 25 Jahre waren in den EU-Staaten im Dezember 2011 arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 22,1 Prozent.

Gegen die Jugendarbeitslosigkeit will die EU-Kommission etwas unternehmen. "Wir müssen den jungen Menschen eine Perspektive bieten", begrüßt die EU-Abgeordnete Inge Gräßle (CDU) aus Heidenheim den Vorstoß des Kommissionspräsidenten Barroso.

In Spanien und Griechenland etwa standen Ende 2011 fast die Hälfte der unter 25-Jährigen ohne Job da. Deutschland dagegen hatte mit 7,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in der Altersklasse.

Die EU-Kommission setzt im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit verstärkt auf das Erasmus-Programm. "Ich kann junge Menschen nur dazu ermuntern, eine Zeit lang im Ausland zu studieren oder im Zuge ihrer Ausbildung ins Ausland zu gehen", sagt Inge Gräßle. Solche Erfahrungen erhöhten die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu Hause und förderten die Bereitschaft, eine Stelle im Ausland anzutreten. Sieben verschiedene Kooperations- und Austauschangebote unter dem Programm "Erasmus für alle" sollen ab 2014 gebündelt werden. Bis 2020 stünden 19 Milliarden Euro für mehr Studienstipendien, Auslandspraktika, Freiwilligen- und Austauschprojekte bereit.