Feuerwehr Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Oberrot - Arbeitskreis gebildet

Auf dem Gelände zwischen dem bestehenden Gebäudetrakt und den Tennisanlagen plant Oberrot das Feuerwehrgerätehaus.
Auf dem Gelände zwischen dem bestehenden Gebäudetrakt und den Tennisanlagen plant Oberrot das Feuerwehrgerätehaus.
Oberrot / BRIGITTE HOFMANN 01.10.2014
Die geplante Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses am jetzigen Standort sorgt für kontroverse Debatten in Oberrot. Den Mitgliedern des Tennisclubs missfallen die Pläne. Sie befürchten Nachteile.

Die Mitglieder des Tennisclubs mit ihrem Vorsitzenden Martin Häfner an der Spitze sind mit den Plänen zur Erweiterung von Feuerwehrgerätehaus und Bauhofnicht einverstanden. Sie sehen Einschnitte durch eine beengte Zufahrt zu ihren Sportanlagen und eine deutliche Verschlechterung der Parkplatzsituation auf sich zukommen. Schriftlich und in diversen Gesprächen hatten sie in den zurückliegenden Wochen und Monaten aus ihrer Sicht bessere Lösungen und alternative Standorte für das neue Feuerwehrgerätehaus ins Spiel gebracht. Architekt Lorenz Kraft stellte den aktuellen Planungsstand vor. Er hat gleich ein ganzes Bündel an Aufgaben zu bewältigen.

Die Feuerwehr soll eine neue Fahrzeughalle erhalten, das bestehende Gebäude vom Bauhof mitgenutzt werden, die Verkehrsströme müssen neu geregelt, weitere Parkplätze geschaffen und die Schulwege berücksichtigt werden. Die Mehrfachbeauftragung war bereits Gegenstand mehrerer öffentlicher Gemeinderatssitzungen. Der Konflikt ergibt sich daraus, dass das geplante Areal für die Feuerwehr sehr weit an das des Tennisclubs heranreicht. Krafts Kompromisslösungen sehen nun einen Höhenunterschied im Gelände oder auch ein eingerücktes Treppenhaus im neuen Gebäude vor, um hier und dort ein paar Zentimeter einzusparen. Die Größe des Feuerwehr-Übungshofes sei aber erforderlich und müsse der DIN-Norm entsprechen, so der Planer, um Zuschüsse für die Baumaßnahme zu erhalten. Der Zweck eines geplanten Übungsturms zwischen dem neuen und dem alten Gebäude wirft in der Öffentlichkeit ebenfalls Fragen auf.

Bürgermeister Daniel Bullinger und Architekt Kraft versicherten, sich intensiv mit der Standortfrage und den Vorschlägen des Tennisclubs auseinandergesetzt zu haben. Weder an der neuen Umgehungsstraße noch im Bereich des Netto-Marktes sei die Ansiedlung der Feuerwehrgerätehalle möglich. Die Verschlechterung der gesamten Parkplatzsituation wurde entkräftet, sie würde im Gegenteil verbessert werden. Die Mitglieder des Tennisclubs sind damit zwar nicht befriedet, sehen sich in ihren Bedenken jedoch ernst genommen. Die Planungen werden nun vorangetrieben, die Anregungen des Gemeinderats aufgegriffen und Angebote für die Fachplanung eingeholt. Die Gemeinderäte Klaus Kübler, Uli Roll, Christian Deutle und Achim Fritz wurden in den neuen Arbeitskreis gewählt. Er wird aus Vertretern des Gemeinderats, der Feuerwehr, des Bauhofs, der Verwaltung und dem Hausmeister bestehen und sich wohl auf längere Zeit mit dem zukunftsweisenden Projekt befassen müssen.