Satteldorf Erst 2019 geht’s weiter mit den Leitungen

Die Ortsdurchfahrt in Gröningen: Bis vor wenigen Wochen war hier gesperrt. Jetzt fließt der Verkehr wieder – bis zum nächsten Jahr.
Die Ortsdurchfahrt in Gröningen: Bis vor wenigen Wochen war hier gesperrt. Jetzt fließt der Verkehr wieder – bis zum nächsten Jahr. © Foto: Nils Gundel
Satteldorf / Ute Schäfer 12.10.2018
Die Ortsdurchfahrt in Gröningen ist vorerst wieder offen und bleibt es auch in diesem Jahr, teilt der Satteldorfer Bürgermeister Kurt Wackler mit.

Der Verkehr fließt wieder durch Gröningen, die Straßensperrung ist aufgehoben. Monatelang war die Ortsdurchfahrt dicht, weil im Untergrund Wasserleitungen ausgetauscht werden mussten. Doch das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, denn der zweite Bauabschnitt ist schon geplant. Er betrifft die Leitungen, die zwischen Brauerei und Gronach ersetzt werden müssen. Sie kommen im nächsten Jahr dran.

Angedacht war ursprünglich, mit diesem zweiten Abschnitt gleich nach dem ersten zu beginnen – und die Straßensperrung entsprechend aufrechtzuerhalten. Doch bei einem Gespräch mit dem Landratsamt vor einigen Tagen habe sich das als wenig praktikabel herausgestellt, sagte Bürgermeister Kurt Wackler auf Anfrage unserer Zeitung. Teil zwei des Projekts „neue Wasserleitungen für Gröningen“ sei deshalb auf kommendes Jahr verschoben.

Wie lange die Durchfahrt dann gesperrt werden muss, steht allerdings noch in den Sternen. Wackler erwartet aber auch hier eine „äußerst komplizierte Maßnahme“. Nicht zuletzt deshalb habe sich auch die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts immer wieder verzögert.

Die Gründe sind schnell aufgezählt: das Winterwetter, die Überlastung der Baufirmen und der Verwaltung im Frühjahr und im Sommer und nicht zuletzt eine sehr komplizierte Baustelle. „Die Dinge sind oft komplexer, als sie von außen scheinen“, sagt Wackler. „Ich kann da niemandem Vorwürfe machen. Aber es war eine schwierige und missliche Zeit.“

Mehrere Umstände trugen dazu bei, dass die Baustelle „kompliziert“ war: „Wir hatten eine extrem dicke Bauschicht“, erklärt der Bürgermeister. Die Straße sei in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder repariert worden – zuständig bei dieser Bundesstraße ist der Bund. Immer wieder sei neuer Asphalt aufgebracht worden, bis die Schicht teilweise 30 bis 35 Zentimeter dick war. Schwierigkeiten machte auch der „umfangreiche Altbestand“ bei den Leitungen. Es musste also um viele Strom- oder Telekom-Leitungen herumgebaggert werden.

Keiner kennt die Anschlüsse

Und nicht zuletzt die Entwässerung. Im Verlauf der Jahre seien immer wieder Anschlüsse gelegt worden, bis keiner mehr wusste, welcher Anschluss wohin abgeleitet wurde. „Am Schluss ist der leitende Ingenieur selbst vor Ort gewesen, um die Leitungsführung zu rekonstruieren“, so Wackler. „Es muss ja alles wieder richtig angeschlossen werden.“

Eine ähnlich komplexe Gemengelage erwartet der Bürgermeister übrigens auch für den zweiten Bauabschnitt. Mit einer Erschwernis: Die Leitung muss unter der Gronach durch. „Und da kann man ja nicht einfach baggern.“ Deshalb wird hier mit einem speziellen Bohrer ein Loch gespült, „tief unter dem Bachbett“, so Wackler. „Ein kompliziertes Verfahren, das sorgfältig vorbereitet werden muss.“

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