2018 Entscheidendes Jahr für die Zukunft Europas

Das Jahr 2018 wird spannend.
Das Jahr 2018 wird spannend. © Foto: dpa
Karen Emler 02.01.2018
Was werden die beherrschenden Themen und wichtigsten Ziele? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Spitzenpolitiker aus der Region schauen in die Zukunft.

Deutschland ohne Regierung, populistische Tendenzen in etlichen europäischen Staaten, wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich und Erderwärmung: Deutschland, Europa und die Welt stehen 2018 vor großen Herausforderungen. „Mit welchen Erwartungen, Hoffnungen und Zielen gehen Sie ins neue Jahr?“, haben wir Landes-, Bundes- und Europapolitiker aus unserer Region gefragt.

Grünen-Bundestagsabgeordneter Harald Ebner aus Kirchberg schreibt: „Ich hoffe auf eine zügige Regierungsbildung. Ich wünsche mir, dass sich die Menschen wieder mehr auf ihre christlichen und ethischen Werte besinnen und darüber nachdenken, was Menschlichkeit ist, statt ab- und auszugrenzen.“  Entscheidende Jahre für die künftige Bewohnbarkeit der Erde stünden bevor. „Ich werde mich weiter mit ganzer Kraft dafür einsetzten, dass wir die Kurve zur Nachhaltigkeit bekommen“, so Ebner

„Ich schaue persönlich und politisch sehr optimistisch ins neue Jahr. Allerdings bereitet es mir Sorgen, dass einige verantwortliche Politiker in Berlin und Brüssel den katastrophalen Zustand der Europäischen Union noch nicht wirklich realisiert haben“, betont CDU-Bundestagsabgeordneter Christian von Stetten. Das Jahr 2018 müsse ein Jahr der schonungslosen Aufarbeitung der begangenen Fehler werden. Ein gemeinsames Europa habe nur eine Chance, wenn Realisten die notwendigen Entscheidungen träfen. Zu viele Probleme seien nicht ausdiskutiert worden, so von Stetten.

Sein Parteikollege, Landtagsabgeordneter Arnulf von Eyb, sorgt sich ebenfalls um Europa. Als Marschroute für die Europäische Union wünscht er sich: „Rechtslücken beseitigen und nicht zulassen, dass einige machen, was sie wollen, auch gegen die Gemeinschaft. Da darf man keinen Streit vermeiden, sonst bricht das Ganze auseinander.“ Den Menschen in der Region wolle er immer nahe bringen, wie die EU für sie Frieden, Sicherheit und Wohlstand durch internationale Zusammenarbeit organisiert. „Gemeinsam sind wir stärker als jeder für sich allein“, so von Eyb

„Ich wünsche mir, dass in der Politik wieder mehr Fachverstand anstelle von Populismus tritt. In den Parlamenten muss faktenbezogener gearbeitet werden“, sagt FDP-Landtagsabgeordneter Friedrich Bullinger. Auch 2018 wolle er sich weiter für Verbesserungen bei der Bahn und eine bessere finanzielle Ausstattung für den Straßenbau im ländlichen Raum einsetzen.

„Im neuen Jahr muss eine bessere Unterstützung unserer Familien oberste Priorität haben, auch angesichts der demografischen Entwicklung“, schreibt AfD-Landtagsabgeordneter Anton Baron. Beispielsweise sollte eigener Wohnraum wieder erschwinglich sein, da er auch eine hervorragende Absicherung gegen Altersarmut dienen könne. Dementsprechend möchte sich Baron für eine Absenkung der Grunderwerbsteuer auf 3,5 Prozent einsetzen. Außerdem seien die Kosten für die Schülerbeförderung gerade im ländlichen Raum eine starke Belastung und müssten vollständig durch das Land übernommen werden.

Barons Parteikollege Udo Stein schreibt über seine Ziele:  „Die AfD im Landkreis Schwäbisch Hall noch professioneller aufzustellen, die Arbeit der AfD-Fraktion noch bekannter zu machen und durch mein politisches Wirken unser Land, insbesondere unsere Region, ein Stück weit voranzubringen und besser zu machen. Steins Erwartungen: „Dass Deutschland eine stabile Regierung bekommt und dieses sinnlose politische Geplänkel ein Ende findet.“ Seine Hoffnungen: „Dass die persönlichen Anfeindungen und die gegenüber der AfD im Allgemeinen, ein Ende finden, dass sich im familiären Bereich weiterhin alles gut entwickelt und dass die Welt ein Stück weit friedfertiger und gerechter wird.“

„Europa – dies ist für mich auch 2018 Hoffnung, Ziel und Auftrag zugleich“, schreibt EU-Parlamentarierin Evelyne Gebhardt (SPD) aus Schwäbisch Hall. „Europa hat uns Frieden, Wohlstand und Sicherheit gebracht. Es liegt an uns, dieses Projekt nicht nur zu bewahren, sondern die Vision des vereinten Europas mit neuem Leben zu füllen. Ein soziales, ein solidarisches, ein demokratisches Europa, das den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt der europäischen Politik stellt, muss das nächste Kapitel sein, mit dem wir die Erfolgsgeschichte der Europäischen Union weiterschreiben.“

„Die EU im Äußeren und Inneren stabilisieren und zusammenhalten“, nennt die CDU-Europaabgeordnete Inge Gräßle das für sie wichtigste politische Ziel. Das bedeute: „Rechtslücken beseitigen und nicht zulassen, dass einige machen, was sie wollen, auch gegen die Gemeinschaft. Da darf man keinen Streit vermeiden, sonst bricht das Ganze auseinander.“

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