Obersontheim Einnahmen entwickeln sich positiv

Die Gemeinde Obersontheim bekommt dieses Jahr höhere Gewerbesteuereinnahmen als erwartet. Größter Arbeitgeber ist Kärcher. Archivfoto
Die Gemeinde Obersontheim bekommt dieses Jahr höhere Gewerbesteuereinnahmen als erwartet. Größter Arbeitgeber ist Kärcher. Archivfoto
Obersontheim / SIBA 10.10.2014
Höhere Einnahmen und nur wenig über der Planung liegende Ausgaben sorgen dafür, dass die Gemeinde Obersontheim ihre Rücklagen nicht angreifen muss. Auf einen Nachtragshaushalt kann verzichtet werden.

In seinem Haushaltszwischenbericht hatte Kämmerer Dieter Brunner Erfreuliches mitzuteilen: Die Einnahmen aus der Gewerbe- und Grundsteuer sind voraussichtlich höher als erwartet, ebenso der Anteil aus der Einkommenssteuer und die Finanzzuweisungen vom Land. Mehrausgaben beim Personal sind auf einen höheren Tarifabschluss zurückzuführen. Im Verwaltungshaushalt bleibt damit höchstwahrscheinlich ein Überschuss von rund 1,5 Millionen Euro, der dem Vermögenshaushalt zufließt. Das macht auch den Griff in die Rücklagen überflüssig. 150000 Euro daraus waren eingeplant.

Im Vermögenshaushalt kommt es zu überschaubaren Mehrausgaben gegenüber dem Plan: etwa bei den Außenanlagen der Schubarthalle und durch die Trockenmauer am Ortsausgang von Oberfischach, die als Ausgleichsmaßnahme für den neuen Radweg angelegt wurde. Zu Mehrausgaben im Investitionshaushalt kam es unter anderem wegen eines stärkeren Stromkabels, das von der Schubarthalle zur Kläranlage Untersontheim verlegt wurde. Es versorgt die Kläranlage mit rund 60000 Kilowatt Strom im Jahr und spart so mehr als 13000 Euro. "Eine absolut rentierliche Mehrausgabe", so Brunner.

Erfreulich sei auch, dass der Bauplatzverkauf in etwa so wie veranschlagt läuft. "Auf der Einnahmenseite geht es etwas nach oben und gleichzeitig haben wir wenige Aussetzer bei den Ausgaben - das erleichtert uns das Haushaltsjahr 2015", so Bürgermeister Siegfried Trittners Bewertung des laufenden Haushalts. Nächstes Jahr machen sich nämlich die außerordentlich hohen Steuereinnahmen von 2013 bemerkbar: Sie drücken zwei Jahre später deutlich die Zuweisungen vom Land.