Satteldorf Steinbruch: eine Gefahr für den Frieden

Satteldorf / pm 29.06.2018
Schön & Hippelein: Die Belegschaft des Unternehmens bittet die Bürgerschaft, mit „Nein“ zu stimmen.

In einer Stellungnahme wendet sich die Belegschaft der Firma Schön & Hippelein an die Bürgerschaft:

„Am 1. Juli steht der Höhepunkt einer mehrere Monate andauernden Plakatierungs- und Leserbriefwelle an. Sie als Bürger der Gemeinde stimmen ab, ob die Gemeinde alle rechtlichen Schritte einleiten soll, um die zur Rohstoffsicherung ausgewiesenen Flächen bei Bölgental von einem Steinbruch freizuhalten.

Glaubt man der Firma Schön und Hippelein und stimmt für „NEIN“, stehen die Chancen hoch, die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten, da alle Auflagen erfüllt werden. In Abstimmung mit der Gemeinde wird unter anderem eine Nordumfahrung gebaut, die die angrenzenden Ortschaften von Schüttgutverkehr verbindlich freihält.

Glaubt man der Bürgerinitiative, bestehen zahlreiche Möglichkeiten, das Vorhaben zu verhindern, indem die Mehrheit der Bürger am Sonntag für „JA“ stimmen und rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen.

Ganz grundsätzlich drängt sich aber hinter all den Diskussionen und Behauptungen eine Sache auf, die vielleicht viele noch nicht klar vor Augen haben: Wenn rechtliche Schritte eingeleitet werden, bekommen Anwälte und Richter die Entscheidungsgewalt über das Vorhaben, die folgenden drei Jahre sind also alle Beteiligten davon ausgeschlossen. Weder unsere Gemeinde, die Firma Schön und Hippelein, noch die Bürgerinitiative haben auf das daraus resultierende Verfahren und dessen Ergebnis Einfluss.

Man legt also die Entscheidung in einem derart brisanten Fall, der ganze Ortschaftsteile gespalten und Bürger gegeneinander aufgehetzt und zerstritten hat, in die Hände von Juristen; und das mit für uns alle völlig ungewissem Ausgang.

Wenn die Entscheidung des Gerichts nicht zugunsten der Bürgerinitiative ausgehen sollte, haben alle mehr verloren als eine Nordumfahrung oder grüne Wiesen. Das Risiko für ein künftig friedliches Miteinander ist somit gefährdet. Was nicht im Dialog miteinander gelöst werden kann, kann auch nie von einem Gericht für alle zufriedenstellend geklärt werden.

Man verliert oft mehr durch halsstarriges Behaupten, als man durch einen vermeintlichen Erfolg gewinnen kann.

Stimmen Sie für ,NEIN’, damit unsere Gemeinde und deren Vertreter ein für uns alle akzeptables Ergebnis erreichen können!“

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