Kirche Eine Audienz beim Papst

Die Stimpfacher Konfirmanden haben am vergangenen Sonntag den Jugendgottesdienst mitgestaltet.
Die Stimpfacher Konfirmanden haben am vergangenen Sonntag den Jugendgottesdienst mitgestaltet. © Foto: pm
Stimpfach / Ralf Mangold 01.12.2018

Strike – Silvia Abendschein freut sich gerade über einen gelungenen Wurf, bei dem alle zehn Pins umfallen. Gemeinsam mit ihren Ministranten hat die Mesnerin sichtlich Spaß an diesem Nachmittag. Der Bowling-Ausflug mit den Kindern und Jugendlichen ist eine der Freizeitaktivitäten der Ministrantengruppe aus der Gemeinde Stimpfach. Letztes Jahr führte der Ausflug in einen Freizeitpark. Weitere Höhepunkte sind die Adventsfeier, ein Zeltlager sowie der Jugendgottesdienst.

Insgesamt rund 30 Mädchen und Jungen im Alter ab neun Jahren unterstützen Pfarrvikar Anthony Umeobika bei den Messen in St. Georg in Stimpfach sowie in St. Sebastian in Rechenberg. Immer vier Jugendliche wechseln sich bei den Gottesdiensten sonn- und werktags nach einem Schichtplan als Ministranten ab. Ministrant kann man nach der Feier der Erstkommunion werden. „Unser Jüngster geht gerade in die dritte Klasse, der älteste ist 23“, erzählt Silvia Abendschein. Bislang trafen sich die Jugendlichen hauptsächlich zu Proben vor besonderen Hochfesten wie Weihnachten und Ostern. Zweimal im Jahr wird in der ganzen Gemeinde Altpapier gesammelt.

„Das eingenommene Geld spenden wir zum Teil für einen guten Zweck, den Rest verwenden wir für unsere Ausflüge“, erzählt Paul Abendschein. Mit neun Jahren hat er bereits angefangen als Messdiener und ist inzwischen Oberministrant.

Zuletzt stand die intensive Vorbereitung für den Jugendgottesdienst am Christkönigssonntag (25. November) auf dem Programm, der von den Ministranten gestaltet wurde. „Als Ministrant sieht man die Kirche mit ganz anderen Augen und kann sich selbst im Gottesdienst einbringen.“

Zukünftig will der 17-Jährige zusammen mit den vier weiteren gewählten Oberministranten Vincent Schulz, Jakob Schlegel, Jonas Köhnlein und seiner Schwester Johanna die Angebote erweitern und so die Gruppe noch enger zusammenschweißen. „Man lernt als Oberministrant Verantwortung zu übernehmen und es macht riesigen Spaß, mit den Kiddies etwas zusammen zu unternehmen. Wir wollen uns zukünftig regelmäßiger treffen, zum Beispiel auch mal zu einem Spielenachmittag.“

Ministrantenwallfahrt in Rom

„In der Religionsstunde wurden wir darauf angesprochen“, erzählt Annika Kampmann. Viele Ministranten seien aber auch durch ihre Geschwister oder Eltern dazugestoßen „Wenn man ganz vorne beim Pfarrer steht, ist man schon ein bisschen nervös. Es ist ein tolles Gefühl, einen Gottesdienst mitgestalten zu dürfen.“

Zusammen mit ihrer Freundin Leonie Schneider und vier weiteren Ministranten war die 14-Jährige in diesem Jahr zudem an der fünftägigen Ministrantenwallfahrt in Rom mit über 60 000 Teilnehmern dabei.

„Wir hatten jeden Tag Programm und haben viele Jugendliche aus Deutschland und anderen Ländern kennengelernt.“ Höhepunkt war dabei die Audienz beim Papst. „Ich war nur drei Meter entfernt“, erzählt sie mit einem stolzen Lächeln.

Dienste im Gottesdienst der Ministranten

Bei der Eucharistiefeier bringen die Ministranten Brot, Wein und Wasser zum Altar und helfen dem Priester bei der Händewaschung. Nach der heiligen Kommunion assistieren sie bei der Säuberung der Gefäße und bringen das Messbuch und die liturgischen Gefäße zur Kredenz zurück. Mancherorts sammeln sie die Kollekte ein oder sind für das Läuten der Wandlungsglocken während des Hochgebets verantwortlich. Bei feierlich gestalteten Gottesdiensten tragen Ministranten das Weihrauchfass und das Schiffchen. Quelle: Wikipedia

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