Blaufelden Ein Lamm als Zeichen

Schon zum vierten Mal hat heuer ein gemeinsames Kochen und Essen in der Gemeinschaftsunterkunft in Blaufelden stattgefunden. Privatfoto
Schon zum vierten Mal hat heuer ein gemeinsames Kochen und Essen in der Gemeinschaftsunterkunft in Blaufelden stattgefunden. Privatfoto
PM 15.01.2014
Es ist eine kurze, aber gute Tradition: Seit 2010 findet im Asylbewerberheim Blaufelden ein internationales Gemeinschaftsessen statt. So auch am vergangenen Samstag. Es gab ein köstliches Lammcurry.

Die Aktion funktioniert so: Ein Bürger stiftet ein Lamm von der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft als Zeichen seiner persönlichen Verbundenheit mit den Flüchtlingen im Landkreis. Helfer des ökumenischen Freundeskreis Asyl kümmern sich um die Organisation der Veranstaltung vom Zerlegen des Tieres bis zum Besorgen weiterer Zutaten, Rezepte und Küchengeräte. Das Kochen übernehmen die Flüchtlinge selbst.

Am Samstag haben sich 30 Männer aus Pakistan, Indien, Afghanistan, Somalia und dem Iran getroffen, um miteinander zu kochen und zu feiern. Bei einer Tasse Tee wurden die Rezepte besprochen und die Verantwortlichen der zwei Kochteams benannt, die dann das begehrte Fleisch erhielten. Die Helfer des Freundeskreises organisierten, begleiteten und assistierten auf Augenhöhe.

Inzwischen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich fast alle Männer an den Vor- und Nachbereitungen wie Küche putzen, Gemüse schneiden, Tisch decken, abräumen und abwaschen (ohne Spülmaschine) hoch motiviert beteiligen. 2014 sind Rauuw aus Afghanistan mit Kabuli Palau (Lammpilaw nach Kabuler Art) und Adil Nasr aus Pakistan mit scharf gewürztem pakistanisch-indischem Lammcurry in die Blaufelder kulinarische Geschichte eingegangen.