Brauchtum Der Höhepunkt des Schrozberger Jacobifestes

Ute Schäfer 17.07.2017
Der Festumzug ist unbestrittener Höhepunkt des Schrozberger Jacobifestes. Da ist alles zu sehen, was die Stadt ausmacht.

Herzlich willkommen zum Jacobifest“, begrüßte Rolf Grübel die Besucher vor dem Rathaus. Sie warteten dort auf den ersten Wagen des Festumzugs. Er ist der Höhepunkt des Jacobifests – organisiert von Katja Prucha und kommentiert von Rolf Grübel. Während der Umzugsstunde ist alles zu sehen, was die Stadt ausmacht: die Schulen, die Kindergärten, die Vereine, die Ortsteile und viele andere mehr. Ein lustiges und buntes Treiben, das auch die Ortsbefindlichkeiten thematisiert. „Ausschankschluss um 1 Uhr? Net in Blaufelden“, heißt es auf dem Wagen der Landjugend und auf das Freibadsterben wurde mit dem alten Leichenwagen aus Schmalfelden hingewiesen.

Schüler als Mafiabosse

Die Wandergermanen hatten – natürlich – Wikingerhelme auf, die „Alten Herren“ der Feuerwehr kamen, allzeit bereit, mit dem Rollator, die Kindergartenkinder als Legosteine, die Schüler als Mafiabosse oder Piraten und selbst Abgeordnete waren zu sehen – der Wahlkampf lässt grüßen.

„Wir haben perfektes Wetter: nicht zu heiß und nicht zu kalt. Das ist auch fürs Bier im Festzelt am besten. Da ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt“, sagt Rolf Grübel. Denn Jacobifest, das ist für die Schrozberger vor allem ein großes Treffen, Schwätzen, Sehen und Gesehenwerden. Im Bierzelt, auf dem Krämermarkt, dem Vergnügungspark, beim Stadtlauf und überall sonst in der Stadt. Und natürlich abends noch beim Feuerwerk.

Jacobifest, das ist auch Bier und Bratwurst – und andere Leckereien auch. „Darum kümmern sich die Vereine im Wechsel“, sagt Rolf Grübel. „Das ist eine Riesenaufgabe. Da muss man wirklich Hochachtung haben. In diesem Jahr ist der TSV zuständig, das Café macht der Musikverein“, erklärt Grübel.

Jacobifest, das ist auch der Montag, der „Schrozberger Tag“. Heute treiben Landwirte zur Viehprämierung auf, Krämermarkt und Vergnügungspark sind geöffnet, und den Festzug gibt’s noch einmal – viel Vergnügen!