Trotz Sonne und blauem Himmel wurde am Sonntag bei Minusgraden gebibbert. Da kam es gerade recht, dass mit dem Honhardter Ostermarkt auch die ersten bunten Vorboten des Frühlings auf den Verkaufstischen standen. Weidenkätzchen und Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und natürlich jede Menge Eier, Hasen, Küken und Vögelchen aus Stoff, Papier, Wolle und Holz tummelten sich dort.

Der Besucheransturm bewies, wie freudig der Frühling momentan erwartet wird. „Es läuft super. Seit die Leute aufgebaut haben, ist ein Kommen und Gehen. Um die Kaffeezeit ist es immer besonders voll“, freute sich Renate Thier, Vorsitzende der Honhardter Landfrauen.

Seit 16 Jahren gibt es den Ostermarkt in der Sandberghalle und mit 23 Verkaufstischen ist die Kapazität erschöpft. Wer einen der Tische ergattern will, muss sich auf die Warteliste setzen lassen. An drei Tischen wird übrigens jedes Jahr für einen guten Zweck verkauft. Der Amsel-Verein verkauft Selbstgemachtes aus der Küche, das Rote Kreuz selbst gestrickte Socken und an einem weiteren Stand werden von rumänischen Kindern handgeflochtene Körbe verkauft.

„Wir finden, der gute Zweck gehört einfach dazu. Uns geht es allen so gut, davon sollen andere auch etwas haben“, erklärt Thier. Die drei Charity-Stände müssen in Honhardt auch keine Standmiete bezahlen, um möglichst viel Erlös für ihren guten Zweck zu erzielen.

In der Mitte der Halle war auch in diesem Jahr wieder traditionsgemäß eine große Kaffeetafel eingedeckt, wo sich die Osterbummler nach dem Einkauf bei einem Stück Kuchen oder gerauchter Bratwurst zum Schwätzchen niederlassen konnten. „Das ist ja allgemein bekannt, dass die Kuchen der Landfrauen immer gut sind“, sagte Renate Thier verschmitzt und verwies auf das umfangreiche Kuchenbüfett, das die Vereinsmitglieder trotz einiger Grippeausfälle in den eigenen Reihen mit über 50 Kuchen bestücken konnten.

Zwischen den Tischen flitzten die fleißigen Helferinnen im grünen Landfrauen-T-Shirt mit Kaffeekannen umher und hielten die Kaffeegäste bei Laune.

Kinder dürfen basteln

Die Kinder wurden derweil an einem weiteren Stand mit österlichen Basteleien beschäftigt, sodass die Erwachsenen in Ruhe noch einmal eine Runde an den Tischen vorbei drehen konnten. Dort gab es alles, was das Herz für Selbstgebasteltes begehrt. Und so ziemlich alles, was der Frühlingsfreund sich gerne vor die Haustüre, ans Fenster oder auf den Tisch dekoriert.

Dazu ein nettes Gespräch mit den Hobbykünstlern in der Sonne, die kräftig durch die Hallenfenster hineinschien und man konnte glatt vergessen, dass draußen ein eisiger Wind wehte und der Winter noch lange nicht vorbei ist.