Gerabronn Dritter Planer sitzt mit im Boot

Gerabronn / ERWIN ZOLL 04.05.2012
Der Untermünkheimer Landschaftsarchitekt Armin Hauenstein wird als dritter Planer am Sanierungsverfahren "Stadtmitte" in Gerabronn mitwirken.

Der Gemeinderat hat Hauenstein jetzt mit der Planung der Freianlagen im Sanierungsgebiet beauftragt, das die Hauptstraße und Teile der Blaufeldener Straße umfasst.

Bereits im Februar hatte die Stadtverwaltung einen Vorstoß unternommen, Hauenstein als dritten Planer hinzuzuziehen - neben dem Büro Klenk aus Unterscheffach, das die Verkehrsanlagen plant, und dem Büro Eissing aus Schwäbisch Hall, das für die Kanalisation und die Wasserleitungen zuständig ist. Damals hatte der Gemeinderat jedoch darauf bestanden, Hauenstein solle sich zunächst im Gemeinderat vorstellen.

Diesem Ansinnen ist der Architekt jetzt nachgekommen. Er erläuterte dabei die Konzepte, die er unter anderem für die Dorferneuerungen in Oberstetten und Niederstetten, in Kocherstetten und Sternenfels entwickelt hatte. Für Gerabronn stellte er zwar keine konkreten planerischen Ansätze vor, doch erklärte er auf Nachfrage aus dem Gemeinderat unter anderem, er wolle für das "Bären-Eck", an dem nach den bisherigen Plänen ein Kreisverkehr vorgesehen ist, einen anderen Vorschlag machen. An der Stelle des Hauses Kirchgasse 2, des sogenannten Kastenamtes, dessen geplanter Abriss in Gerabronn erhebliche Aufregung verursacht hatte, lasse sich die "gute Stube" der Stadt einrichten. "Ich lege Ihnen zu dem vorliegenden Plan eine Alternative vor", sagte Hauenstein.

Als seine Aufgabe betrachte er es auch, mit den privaten Anliegern zu sprechen, erklärte Hauenstein auf die Frage, wie er mit unterschiedlichen privaten und öffentlichen Interessen umgehen werde. Er könne sich auch vorstellen, mit bürgerschaftlichen Gruppen, die sich in die Planungen einbringen wollen, Gespräche zu führen. Allerdings räumte Hauenstein ein, keine Erfahrungen mit solchen Gruppen zu haben.

Weitere Fragen aus dem Gemeinderat zielten darauf ab, den Torturm in die Gestaltung einzubeziehen und markante Punkte im Stadtbild zu beleuchten - aber auch darauf, im welchem Maß die Stadt an Hauensteins Vorschläge gebunden wäre. "Es ist immer die Entscheidung des Gemeinderats. Wenn Sie gegen einen Plan sind, verschwindet der in der Schublade", meinte Bürgermeister Schumm dazu.