Doppelt sehen und doppelt hören

+++ +++ HAZ/HOF/JS 08.08.2015

In der Hohebuchstraße in Rot am See lässt sich eine interessante Szenerie beobachten: Quasi als doppeltes Licht-Lottchen stehen an einigen Stellen zwei Laternen ganz nah beieinander. Will die Gemeinde damit für die absolute Erleuchtung ihrer Bürger sorgen? Oder soll etwa für den Ausfall einer Lampe vorgesorgt werden? Des Rätsels Lösung: Die Hohebuchstraße wird derzeit saniert und spätestens am Ende des Bauprojekts werden die betagten, noch stehenden Straßenlampen abgebaut und durch die bereits montierten, modernen LED-Leuchten ersetzt. Die Eugen-Grimminger-Schule in Crailsheim wird künftig von Katrin Berk geleitet. Dem Schulleitungsteam gehört auch Elfriede Berg an. Berk und Berg - nicht einmal für geübte Ohren ist ein Unterschied herauszuhören. Für alle, die ihre sprachliche Heimat im Hohenlohischen haben, ist es schier unmöglich, einen solchen festzustellen. Frau Berk jedenfalls freut sich auf die Zusammenarbeit mit Frau Berg: "Ich persönlich finde ja, Berg mit g und Berk mit k ist nicht nur sprachlich eine gute Kombination." Allerdings warnte sie ihr neues Kollegium schon mal vor: "Die Zukunft wird bergig." Eine Kutschfahrt von Jagstheim nach Honhardt ist schön und lustig, kann aber schon mal ein bisschen dauern - Zeit für Alt-Ministerpräsident Erwin Teufel, 76, alte Fotos anzugucken und ein wenig in der Vergangenheit zu schwelgen. Denn fast auf den Tag genau vor 20 Jahren war Teufel schon einmal in Honhardt. Am 25. Juli 2015 ist es der Hagelfeiertagsgottesdienst, der ihn wieder dorthin führt. Damals, am 13. Juli 1995, war es ein Kreisbesuch und der Neubau des Kindergartens, wie mitgebrachte Fotos aus dem HT-Archiv zeigen. "Auf diesem Bild sehe ich so jung aus", findet Teufel und lacht. 56, um genau zu sein. "Och, das ist jetzt aber nett", sagt Teufel, als er sich selber beim (Festnetz-)Telefonieren sieht. Das müsse bei einer Sprechstunde entstanden sein, die er zwischendurch einlegte. Nach dem letzten Foto sagt Teufel: "Da haben Sie mir aber eine Freude gemacht." Erst die Fotos erinnern ihn daran, dass er schon mal in Honhardt war. Könnte er die Zeit noch einmal zurückdrehen, würde er sich eine Karte vom Land besorgen - mit Ansteckern, die ihm zeigen, wo er schon überall war.

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